Mattensplitter

Mannschaftssaison vor dem Startschuss

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Geschrieben von Thomas Meyer

Bald ist es wieder so weit: Die Mannschaftssaison 2017/2018 steht vor der Tür. Nicht nur der RV NRW, sondern ganz Ringerdeutschland fiebert dieser entgegen – und dies auch zu Zeiten der Weltmeisterschaften in Paris. Die Vereine haben ihre Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen und bringen sich in Wettkampfstimmung. Die ehrgeizigen Athleten sind bereit und scharren bereits mit den Hufen.

In der Tat wird dieses Jahr ein besonderes werden, denn erstmalig wird die neu gestaltete Bundesliga in ihrem reformierten Outfit starten. Insgesamt 21 Mannschaften - mit dem KSV Witten 07, dem TV Eintracht Walheim und dem RC Merken auch drei aus unserem Landesverband - werden sich um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters bewerben. Simultan zur Bundesliga gehen ab September die fünf Vereine der neu gegründeten Profiliga DRL, die ihrerseits ebenfalls einen Meister küren wird, auf Punktejagd. Auch hier werden die Anhänger unseres Sports mit großem Interesse verfolgen, wie erfolgreich der Ringkampf in dieser Liga, die als eine Art Parallelgesellschaft existiert, betrieben und verkauft wird.

In den Landesleistungsklassen erwarten uns ebenfalls aufregende Kämpfe. Die Oberliga, welche nach der Reform als zweithöchste Klasse gilt, ist mit vielen starken Teams besetzt. Ist die TSG Herdecke in der Lage, ihren Vorjahreserfolg zu wiederholen? Oder kann der von Vielen als Favorit gehandelte TV Essen-Dellwig dieser Rolle gerecht werden und die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen? Können Neuss und Oberforstbach/Kelmis erneut in den Meisterschaftskampf eingreifen? Werden die ebenfalls stark eingeschätzten Teams aus Köln-Mülheim und Bonn-Duisdorf vorne mitmischen? Wie schlägt sich der neu formierte KSV Hohenlimburg? Und welche Rolle spielen mit dem KSV Simson Landgraaf und dem KSV Germania Krefeld die Aufsteiger der letzten beiden Jahre? Fragen über Fragen, die das Fachpublikum beschäftigen. Bald wird es erste Antworten geben. Bald zählen alle Voraussagen, Fachsimpeleien und Theorien nicht mehr. Denn bald geht es los. „Entscheidend ist auf der Matte“ hätte Borussia Dortmunds Legende Adi Preißler wohl gesagt, wäre er Ringer und nicht Fußballer geworden.

Die mit der Sollstärke von zehn Teams besetzte Verbandsliga verspricht ebenfalls einen hochinteressanten Saisonverlauf. Wird es so knapp wie im letzten Jahr? Schön wäre es, denn von solch ausgeglichenen Konkurrenzsituationen und der damit verbundenen Faszination lebt jeder Sport. Auf jeden Fall wird hier Woche für Woche wieder attraktiver Ringkampf geboten, der die Zuschauer sicherlich begeistern wird. Starke Teams wie beispielsweise der KSV Jahn Marten 05, die RG Hürth/Rheinbach, der TV Essen-Dellwig II oder der RC Ehrenfeld garantieren hierfür.

In der Landesliga werden sieben Teams antreten, während die Bezirksligen mit fünf (Staffel West) bzw. neun Teams (Staffel Ost) starten werden. Schade, dass die anfangs voll besetzte Weststaffel so stark zusammengeschrumpft ist, doch war dies aufgrund diverser Entwicklungen und Probleme unvermeidbar. In der Bezirksliga Ost ist alleine durch die Lokalderbys für Spannung gesorgt, denn gleich vier Dortmunder Vereine sowie der Dortmunder Vorortclub VfK Lünen-Süd (mit seiner Reserve) werden hier buchstäblich um Punkte ringen. Schade, dass der schon gemeldete ASV Heros Dortmund sein Team wieder zurückziehen musste. Der Traditionsclub und vielfache Deutsche Mannschaftsmeister hätte die Liga enorm bereichert.

 

 

Der Verbandsligist KSV Kirchlinde geht mit dem Trainerteam Oliver Thomas (Greco/links) und Sven Stolzewski (Freistil) in die Saison

 

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