Mattensplitter

Halbzeit in den Ligen

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Geschrieben von Thomas Meyer

Die Vorrunde in den Ringerligen ist beendet. Unsere drei Bundesligisten TV Eintracht Walheim (Rang zwei/9:3 Zähler), KSV Witten 07 (Rang drei/8:4) und RC Merken (Rang fünf/4:8) haben den Sprung in die neu formierte DRB-Bundesliga West geschafft und repräsentieren unseren Verband so, wie wir es uns besser kaum wünschen können. Zwar geht am Spitzenreiter KSV Köllerbach kein Weg vorbei, doch ansonsten sind unsere Top-Teams ihren Aufgaben bisher vollstens gewachsen.

Auch auf Landesebene ist Halbzeit. Neben einigen Enttäuschungen liegen jedoch auch viele spannende und interessante Begegnungen hinter uns, die Lust auf mehr machen.  Die Tendenzen, wer am Ende die Nase vorne haben könnte, zeichnen sich deutlich ab, allerdings dürfen wir aufgrund der aktuellen Zwischenstände noch einige Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten. Für höchste Spannung dürfte also gesorgt sein.

Letzteres trifft beispielsweise auf die Oberliga zu. Hier stehen mit dem KSK Konkordia Neuss, dem TV Essen-Dellwig und dem Überraschungsteam vom KSV Simson Landgraaf gleich drei punktgleiche Teams an der Spitze (je 10:4 Zähler). Dellwig hatte die alleinige Führung am letzten Vorrunden-Kampftag verpasst, als man dezimiert beim TKSV Bonn-Duisdorf unterlegen war.

Mit dem starken Aufsteiger und Rückkehrer KSV Germania Krefeld (8:6) hat das Trio einen weiteren Konkurrenten direkt im Nacken sitzen. So ist es nun knapp, wie es knapper nicht sein kann.

In der Verbandsliga dagegen dreht die RG Hürth/Rheinbach einsam ihre Runden. Nicht nur 18:0 Zähler, sondern auch die Punktedifferenz von 222:91 sprechen Bände. An dieser bisherigen Dominanz konnte zuletzt auch der Zweitplatzierte RC Ehrenfeld im mit Spannung erwarteten Derby nichts ändern. Zwar lieferte man dem Primus lange einen dramatischen und ausgeglichenen Kampf, doch stellte die RG mit klaren Erfolgen in den beiden letzten Einzelduellen das 21:13 und damit die inoffizielle Herbstmeisterschaft sicher. Dies war ein begeisternder Kampfabend, bei dem die Zuschauer – unter ihnen viele, viele bekannte und teils lange nicht mehr gesehene Gesichter aus der Kölner Ringerszene – voll auf ihre Kosten kamen.

Die Reserve des KSK Konkordia Neuss und des ASV Atlas Bielefeld stehen in der Landesliga gemeinsam an der Tabellenspitze. Bei einem Blick auf das Klassement erscheint der KSK durch die leicht bessere Punktedifferenz auf Rang eins. Wäre jedoch Saisonende, hätte augenblicklich der ASV Atlas die Nase vorne, da er den direkten Vergleich mit 27:12 deutlich für sich entscheiden konnte.

Während sich in der Bezirksliga West drei Mannschaften Hoffnungen auf die Meisterschaft machen können (Eintracht Walheim II, Germania Krefeld II und AC Mülheim II), sind die Verhältnisse in der Oststaffel klar geregelt. An der nahezu unbesiegbar erscheinenden SU Annen kann hier wohl kein Weg vorbei gehen. Alle Gegner wurden bisher haushoch deklassiert. Dass sich daran etwas ändern könnte, erscheint im Augenblick mehr als unwahrscheinlich. Schließlich befinden sich viele Ringer im Team, die schon in deutlich höheren Leistungsklassen zu den Punktegaranten ihrer damaligen Vereine zählten.

 

Das Trainerteam der RG Hürth/Rheinbach Rustam Khozaev (links/Rheinbach) und Guido Dickmeiß (Hürth) hat ganze Arbeit geleistet.

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