Mattensplitter

Heinz Eichelbaum wird 80

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  • Geschrieben von Thomas Meyer

    Die Reihe der Jubilare unter den Ehrenmitgliedern des RV NRW ist lang in diesem Jahr. Nach Peter Nettekoven, Klaus Rost und Karl-Martin Dittmann feiert nun auch Heinz Eichelbaum am heutigen 13. September einen runden Geburtstag.

    Der ehemalige Weltklasseathlet wird stolze 80 Jahre alt. In Oberhausen geboren,  war er zu seiner aktiven Zeit einer der stärksten deutschen Ringer in den oberen Gewichtsklassen (Halbschwer-, Schwer- und Superschwergewicht) beider Stilarten, obwohl die Konkurrenz durch Athleten wie beispielsweise den übermächtigen Wilfried Dietrich, Ex-Europameister Roland Bock, den Köllerbacher Gerd Volz oder den uns bestens bekannten Wolfgang Gentzen wahrlich nicht klein war.

    Seinen größten Erfolg feierte der als stets sympathischer und tadelloser Sportsmann bekannte Eichelbaum 1975 bei den Weltmeisterschaften in Minsk, als er im Schwergewicht (Freistil) die Bronzemedaille holte. Auch 1974 (EM-Dritter und WM-Fünfter) und 1976 (Olympia-Elfter) sorgte er durch seine internationalen Erfolge für Furore.

    Vier Deutsche Meistertitel konnte er alleine im Männerbereich gewinnen. Hinzu kamen drei A-Jugend- bzw. Junioren-Titel sowie etliche weitere DM-Medaillen, wobei er seine letzte im Jahre 1985 (Silber) als bereits 44jähriger (!) holen konnte: Bei den Titelkämpfen im Freistil, die damals im saarländischen Schiffweiler ausgetragen wurden, hatte er sich erst im Finale Metin Aydin (KSV Aalen) beugen müssen.

    Während all dieser Jahre schnürte er seine Schuhe für verschiedene  Vereine und zeigte sich hier als echter Junge des Ruhrgebietes: Er startete nämlich für eine ganze Reihe an Revierclubs, so für seinen Stammverein KSV Oberhausen, die national sehr erfolgreichen  ASV Heros Dortmund und KSV Witten 07, den AKS Rheinhausen und zum Ende seiner Laufbahn den Oberligisten TV Essen-Dellwig, für den er schließlich mit beinahe 60 Jahren als amtierender Veteranen-Weltmeister  seinen letzten Kampf bestreiten sollte.

    Verdienste erringen konnte er sich ebenfalls als Trainer, wobei er auch hier mehrere Stationen vorzuweisen hat. Exemplarisch seien seine langjährige Tätigkeit als Landestrainer sowie seine Engagements beim KSV Mülheim-Styrum, den er ebenso wie den TV Essen-Dellwig bis in die 2.Bundesliga führen konnte, oder beim KSV Oberhausen genannt.

    Nicht verwunderlich ist also, dass er aufgrund seiner Meriten sowie seiner menschlich und charakterlich makellosen Art im Jahre 2015 zum Ehrenmitglied des Ringerverbandes NRW ernannt wurde, ist er doch eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte unserer LO. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute und hoffen, ihn noch oft an unseren Ringermatten treffen zu können!!

     

    Heinz Eichelbaum bei der Ernennung zum Ehrenmitglied des RV NRW im Jahre 2015