Mattensplitter

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BL-Derby: Werbung für das Ringen

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Der KSV Witten 07 scheint es augenblicklich gerne spannend zu machen. Schon drei Bundesligabegegnungen (gegen Merken, Mainz und Rhein-Nahe), die allesamt auf des Messers Schneide standen, hatte er knapp für sich entscheiden können. Und genauso sollte es wieder am 25.9. kommen, als in Neuss das NRW-Derby zwischen dem ortsansässigen KSK Konkordia und eben den Ruhrstädtern angestanden hatte.
11:12 hieß es am Ende für Witten in einem Kampf, der an Dramatik nur schwer zu überbieten war. Geschätzte 400 Zuschauer haben dem Spektakel beigewohnt und teils emotional und lautstark mitgefiebert. Bei nicht wenigen Fans dürften die Nerven blank gelegen haben.
Dabei hatte die erste Hälfte eine gute Ausgangsposition für die junge Neusser Mannschaft gebracht. Nach fünf Kämpfen führte das von Max Schwindt und Erich Marjalke betreute Team noch mit 6:5, musste den Gegner im Anschluss jedoch auf 6:12 davonziehen lassen. Das roch nach acht Begegnungen zwar nach Vorentscheidung, doch waren die Gastgeber in den beiden Schlusskämpfen klar favorisiert, sodass ein Neusser Punktgewinn durchaus möglich erschien.
In den Fokus rückte nun der Nachwuchs: Im vorletzten Kampf (75 Freistil) gelang es dem jungen Wittener Gregor Eigenbrodt, nach starker Leistung gegen den routinierten Lom-Ali Eskijew den Kampf knapp zu halten. Er verhinderte bei seiner 0:3-Punktniederlage, dass Neuss noch um den Sieg kämpfen konnte – schließlich stand es nun 8:12. Zum Abschluss (75 Greco) betraten die beiden Youngster Ivan Tagner (KSK), der seinem Team zumindest noch ein Remis sichern konnte, und Noah Englich (KSV) die Matte. Und es sollte hektisch werden. Ivan sammelte Punkt um Punkt und marschierte nach viereinhalb Minuten bei einer 11:1-Führung im Rücken dem technisch überlegenen Punktsieg entgegen. In der letzten Minute riskierte er schließlich, wurde ausgekontert und gewann 11:3. Diese Niederlage konnte der KSV verkraften, bedeutete sie doch erneut einen doppelten Punktgewinn.
Gewonnen hat an diesem Kampfabend jedoch nicht nur der KSV Witten 07, sondern der gesamte Ringkampfsport. Es war ein begeisterndes Duell auf Augenhöhe mit vielen spannenden Kämpfen. Daher Glückwunsch an beide Teams zu dieser tollen Leistung!

Landesmeisterschaften sind Geschichte

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Im Rahmen einer Doppelveranstaltung am 11./12.9. hat der TKV Hückelhoven auch die letzten Landesmeisterschaften dieses Jahres über die Bühne gebracht. Nach den C- und E-Jugendlichen, die bereits am Samstag ihre Meister ermittelt hatten, waren es sonntags dann die D-Jugendlichen sowie die Schülerinnen, die um Siege und Medaillen gekämpft hatten.
Am finalen Veranstaltungstag waren noch einmal 15 Vereine mit ihren Kindern am Start. Und man konnte zufrieden sein, denn in den meisten Klassen waren zumindest so viele Teilnehmer über die Waage gegangen, dass sich eine echte Turnieratmosphäre entwickeln konnte. Die starke Mannschaft aus Bonn-Duisdorf sicherte sich hierbei mit deutlichem Vorsprung die Teamwertung vor dem KSV Witten 07 und dem TKV Hückelhoven.

Damit können die Verbandsspitze und auch alle anderen Ringsportfreunde ein positives Fazit ziehen, denn der Wettkampfbetrieb ist wieder angerollt. Dass die Turniere noch eine abgespeckte Version von denen früherer Tage waren, war nicht anders zu erwarten. Die Zahl der Teilnehmer und auch der partizipierenden Vereine war natürlich kleiner als gewohnt. Trotzdem: Ringen ist wieder da!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Ausrichter, die den Wiedereinstieg überhaupt erst ermöglicht haben, und an all die jungen Ringer, Trainer, Funktionäre, Helfer oder sonstige Idealisten, die zu dessen Gelingen tatkräftig beigetragen haben!
 
 

Erstes Mädchencamp mit Nina Hemmer

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Wie bereits mitgeteilt, werden in Kürze wieder unsere Trainingscamps für Mädchen anlaufen. Schon nächsten Sonntag (26.9.) wird in Dormagen ein Workshop für interessierte Sportlerinnen im Alter von 6-10 Jahren stattfinden. Austragungsort ist das Trainingszentrum am Willi-Brand-Platz 5 (Rote Halle), wo von 10-12 Uhr insbesondere Anfängerinnen die Chance erhalten werden, sich unter Anleitung qualifizierter Trainer mit unserer wunderschönen Sportart vertraut zu machen. Ein echtes Bonbönchen hierbei: Weltklasseathletin und Olympiateilnehmerin (Rio) Nina Hemmer wird anlässlich des Workshops ein Meet and Greet geben.

Mädchen- und Frauenringen gezielt zu fördern, steht beim RV NRW ganz oben auf der Agenda. Daher hoffen wir, dass unsere Camps ein voller Erfolg werden. Bei Interesse und weiteren Fragen steht unser Referent für Frauenringen Heinz Schmitz unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne zur Verfügung.  

C-Jugend-LM beendet

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Die Landesmeisterschaften 2021 des Ringerverbandes NRW sind beinahe durch, nachdem der TKV Hückelhoven am 11.9. die Titelkämpfe der C- und E-Jugend ausgerichtet hatte. Insgesamt 87 junge Sportler aus 16 Clubs waren angetreten. Auch wenn dies pro Gewichtsklasse eine im Durchschnitt sehr niedrige Teilnehmerzahl bedeutet, herrschte bei dieser Resonanz dennoch wieder reges Treiben in der altehrwürdigen Sporthalle In der Schlee.

Bemerkenswert hierbei: Der in der Teamwertung erfolgreiche KSK Konkordia Neuss hatte 19 Ringer über die Waage gebracht, beim Zweitplatzierten KSV Germania Krefeld waren es gar 20. Chapeau!

Dritter wurde der TKSV Bonn-Duisdorf vor dem gastgebenden TKV Hückelhoven, der seinem Vorsitzenden Detlef Fox ob der fünf Goldmedaillen wohl einige Freude bereitet haben dürfte. 

Reichlich Bewegung im RV NRW

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In den vergangenen Wochen hat es im nordrhein-westfälischen Ringkampfsport reichlich Bewegung gegeben. Neben all den internationalen Wettkämpfen, Landes- und Deutschen Meisterschaften sowie Bundesligakämpfen sind auch im Hintergrund einige Dinge passiert, die dringend einer Erwähnung bedürfen.

So ist es beispielsweise im Kampfrichterwesen zu einer tiefgreifenden Veränderung gekommen: DRB-Kampfrichterreferent Uwe Manz, der zuvor auch über viele Jahre als NRW-Kampfrichterreferent fungiert hatte, hat sein Amt niedergelegt und den Staffelstab an Jeffrey Spiegel (Hessen) weitergegeben. Es ist jedoch keineswegs so, als wäre der RV NRW in den höchsten deutschen Kampfrichtergremien nun nicht mehr präsent, denn mit Maria Anselm (AKS Rheinhausen/Foto) ist unsere höchste LO-Unparteiische in die Prüfungskommission des DRB gewählt worden. Eine hohe Auszeichnung für Maria, die damit für ihre starken Leistungen der letzten Jahre belohnt wird und die verdiente Bestätigung für ihre vorbildliche Arbeit erhält.

Etwa um dieselbe Zeit – Anfang September – hatte der DRB die Ausrichter der Deutschen Meisterschaften 2022 bekannt gegeben. Auch in unserem Bundesland/Verbandsbereich wird es wieder nationale Titelkämpfe geben, denn mit dem PSV Lippe-Detmold (A-Jugend Freistil) und dem KSK Konkordia Neuss (Junioren Greco) wurden zwei unserer Vereine bei der Vergabe durch den DRB berücksichtigt. Wir freuen uns für die beiden Clubs, die diese Aufgabe sicherlich gewohnt souverän meistern werden.

Die Nachrichten um unser olympisches „Goldkind“ Aline Rotter-Focken reißen augenblicklich nicht ab. Nachdem die Krefelderin zur Sportlerin des Monats August gekürt worden war, folgte vor wenigen Tagen die Auszeichnung mit der goldenen Henne. Letztere bekam Aline im Rahmen einer von TV-Star Kai Pflaume moderierten Fernsehgala in Leipzig überreicht. Einmal mehr schöne Schlagzeilen für das Ringerlager, die nach Alines Riesenerfolg von Tokyo deutschlandweit für Interesse und Aufsehen sorgen!

Derweil wurde bereits darüber informiert, dass in Kürze auch wieder die Mädchen-Ringercamps durchgeführt werden. Dieses kurz vor der Corona-Pandemie begonnene Projekt, welches durchaus Anfangserfolge aufweisen konnte, läuft wieder an. Bereits am 26.9. ist es wieder so weit, wenn in Dormagen der erste Workshop für unseren weiblichen Nachwuchs (6-10 Jahre) durchgeführt werden wird. Hoffen wir auf rege Beteiligung!

Unterdessen gibt es Bestrebungen, in diesem Jahr doch noch Männer-Landesmeisterschaften durchzuführen. Dies wird jedoch davon abhängig sein, wie viele Athleten ihre Teilnahmebereitschaft erklären und ob kurzfristig noch ein Ausrichter gefunden werden kann. Grundsätzlich ist es jedoch eine erfreuliche Entwicklung, dass Vereine mit dem Anliegen einer Ausrichtung an die Verbandsspitze herangetreten sind. Wir kommen der Normalität Stück für Stück näher.

Zu guter Letzt ist Nina Hemmer (AC Ückerath) für die im Oktober stattfindenden Weltmeisterschaften in der norwegischen Hauptstadt Oslo nominiert worden. Sie wird die deutschen Farben in der Gewichtsklasse bis 55 kg vertreten. Wir drücken feste die Daumen, dass sie nach den letzten Enttäuschungen, insbesondere nach der verpassten Olympia-Qualifikation, wieder ein echtes Erfolgserlebnis feiern darf. Das Potenzial hierzu besitzt sie ohne Zweifel.

Es regt sich also einiges im Ringkampfsport in NRW. So soll es weitergehen.

Maria Anselm

Mädchen testeten in Berlin

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Drei Vereine aus NRW hatten ihre Nachwuchsringerinnen am 11.9. nach Berlin entsandt. Die Mädchen aus Witten, Ückerath und Köln-Mülheim sind hier bei den Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften in Berlin-Moabit gestartet. Sogar OSP-Trainer Sevket Karapinar hatte die jungen Ringerinnen begleitet, welche viele vordere Platzierungen erringen konnten.

Eine tolle Geschichte, war dieser Wettkampf nach langer coronabedingter Pause doch endlich wieder eine echte Standortbestimmung für unsere Nachwuchsathletinnen. Den Test für die Deutschen Meisterschaften, die der AC Ückerath vom 8.-9.10.2021 ausrichten wird, haben die Mädels jedenfalls bestanden!! 

Norbert Dunke ist tot

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Im Alter von nur 53 Jahren ist Norbert Dunke verstorben. Er war der jüngste Spross einer Ringerfamilie, aus der einige bekannte Athleten hervorgegangen waren.

Das groß gewachsene und sehr drahtig gebaute Freistil-As war in den Achtziger- und Neunzigerjahren ein absoluter Leistungsträger seiner Teams KSV Efferen, ASV Heros Dortmund und TV Eintracht Walheim, wo er aufgrund seines spektakulären Kampfstils stets zu den Publikumslieblingen gehört hatte. Bei seinen Gegnern waren insbesondere seine beiden Spezialtechniken, der Doppelbeingriff sowie der Einsteiger, überaus gefürchtet. Mit diesen war er sehr erfolgreich gewesen und hatte – obwohl selbst Halbschwergewichtler - auch in der obersten Gewichtsklasse so manchem Top-Mann das Fürchten gelehrt.

Sein Fokus hatte eher auf den Mannschaftswettbewerben gelegen, sodass er sein Potenzial bei den Einzelmeisterschaften nicht ausgeschöpft hat. Die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend im Jahre 1986 sollte daher sein größter Erfolg bleiben.

Zuletzt hat man ihn nur noch selten an der Ringermatte gesehen. Nun ist er tot. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Mannschaftsringen rückt in den Fokus

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Das Ringen hat Fahrt aufgenommen. Nachdem seit einiger Zeit wieder Einzelmeisterschaften durchgeführt werden, rücken nun die Mannschaftswettbewerbe mehr und mehr in den Fokus.

Die Bundesliga hat ihre ersten beiden Kampftage bereits hinter sich, sodass unsere drei Topclubs schon ins Geschehen eingegriffen haben. Am 4./5. September stand gar ein Doppelkampftag auf dem Programm – eine ordentliche Belastung für die Teams und auch so manchen Athleten, der sein Gewicht an ein und demselben Wochenende gleich zweimal bringen musste.

Dabei kam es zum Auftakt (Samstag) in der West-Staffel zum NRW-Duell zwischen dem KSV Witten 07 und dem RC CWS Merken, welches die Gäste unter der Leitung von Neu-Bundesliga-Kampfrichter Martin Gruchmann (Ückerath) auf der Matte knapp mit 14:15 für sich entscheiden konnten. Doch am grünen Tisch wurde das Ergebnis aufgrund eines Formfehlers der Dürener korrigiert: Die junge Wittener Staffel, welche u.a. mit Nachwuchsringern wie Calvin Stiller (Foto), Gregor Eigenbrodt oder Noah Englich besetzt war, darf nachträglich über ein 18:12 jubeln. Für die Sportfreunde aus Merken, deren Freude ob ihres ersten Erfolges gegen den Rivalen groß war, ist dies sicherlich eine herbe Enttäuschung. Die Ruhrstädter dagegen, welche sonntags mit einem 13:12-Sieg bei den Wrestling Tigers Rhein-Nahe gefallen konnten, haben mit zwei Siegen dagegen eine optimale Ausbeute verbucht.

Der KSK Konkordia Neuss hatte am letzten Wochenende ebenfalls einen Wettkampfmarathon hinter sich, denn nach der Ausrichtung der B-Jugend-Landesmeisterschaften (Samstag) musste das BL-Team tags darauf auf die Matte. Gegner war der starke SV Alemannia Nackenheim, dem die „jungen Wilden“ aus der Quirinusstadt beim 14:16 beinahe etwas Zählbares abgetrotzt hätten. Schaffrinna, S. Bellscheidt, Aaron Bellscheidt, Nakaev, J. Lejkin und Co. haben gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Eine starke Leistung!

Die Mannschaftssaison des RV NRW rückt derweil ebenfalls näher. In einem Monat soll es los gehen. Auch wenn aufgrund der Umstände nicht alle etablierten Vereine eine Mannschaft gemeldet haben und gewisse Sonderregeln gelten werden (z.B. im Hinblick auf Auf- oder Abstieg), freuen wir uns sehr auf die Kämpfe. Viele unserer Sportfreunde warten seit fast zwei Jahren darauf, die Mannschaftswettbewerbe in unserem Verbandsbereich zu verfolgen.

Schauen wir optimistisch nach vorne, dass uns eine ereignisreiche Zeit bevorsteht! 

Calvin Stiller (KSV Witten 07)

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