Mattensplitter

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Horst Faller ist immer noch heiß auf Ringen

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Im Januar war Horst Faller, Ehrenmitglied des Ringerverbandes NRW und Kampfrichterlegende, nach 50 (!) Jahren aus dem Kampfrichterwesen ausgeschieden. Man kann es immer noch nicht recht glauben und muss sich wohl erst noch daran gewöhnen, da seine „Zunft“ innerhalb unserer LO wohl von niemandem mehr geprägt wurde als von ihm. Schließlich war er insgesamt 44 Jahre lang als Kampfrichterreferent tätig und hat diese Funktion in den Bezirken Niederrhein und Rheinland, dem Schwerathletenverband NRW und dem Ringerverband NRW ausgeübt.

Viele Höhepunkte durfte Horst, der auch über Jahre hinweg Vorstandsmitglied seines Heimatclubs KSK Konkordia Neuss war und derzeit im Landesverband als Referent für Dokumentation fungiert, während seiner langen und bewegten Laufbahn erleben. Etliche Einsatze bei Welt- und Europameisterschaften, die Verleihung der Goldenen Pfeife (der Auszeichnung für den weltbesten Unparteiischen), Finalkämpfe um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, zahllose Deutsche Einzelmeisterschaften, hunderte Bundesligabegegnungen u.a. sind ein Beleg dafür, dass Horst nicht nur auf allen Matten dieser Welt zuhause war, sondern vielmehr zu den ganz großen Unparteiischen seiner Zeit gehörte.

Seine Erfahrungen hat er stets gerne an junge und ambitionierte Kollegen weitergegeben. So gehören neben seinem Sohn Michael auch Antonio Silvestri und Uwe Manz zu denen, die Horst auf ihren Wegen zu internationalen Spitzenkampfrichtern besonders gefördert hat.

Doch genug vom Ringen hat Horst noch lange nicht: Kaum war er zu Beginn dieses Jahres nicht mehr bei der Wahl zum Bezirkskampfrichterreferenten (Rheinland) angetreten, da sah man ihn wieder bei den Bezirks- und Landesmeisterschaften an der Matte. Wer eben einmal vom Ringervirus befallen ist, wird ihn eben nicht wieder los. Wenn es Menschen gibt, auf die dieser Satz in besonderer Weise zutrifft, dann ist Horst einer von ihnen. Solche Idealisten, die obendrein den so wichtigen Blick über den Tellerrand niemals vermissen lassen, brauchen wir! Wir hoffen, ihn noch lange in unseren Hallen begrüßen zu können und dass er noch vielen jungen Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

(Foto bereitgestellt von Horst Faller)

 

 

Nachwuchs-LMM lässt hoffen

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Was der Ringkampfsportfreund bei den Landes-Mannschaftsmeisterschaften am 25. Februar (Ausrichter: KSV Jahn Marten) von unserem Nachwuchs gesehen hat, dürfte ihm gefallen haben. Einerseits war die Teilnehmerresonanz ansprechend, denn sieben Schüler- und vier Jugendmannschaften hatten den Weg nach Dortmund gefunden. Ein klarer Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr. Andererseits wurde sichtbar, dass in den Teams unseres Landesverbandes großes Potenzial steckt und die angetretenen Vereine hervorragende Nachwuchsarbeit leisten.

Bei den Schülern gab es einen Club, der der Konkurrenz deutlich überlegen und zumindest an diesem Wochenende nicht zu schlagen war: Der AC Mülheim 92 hatte bei seinen vier Siegen, die ihm den Landesmeistertitel einbrachten, insgesamt 138:14 Punkte gesammelt.  Selbst das Finale gegen den starken TV Essen-Dellwig war mit 28:6 eine klare Angelegenheit. Durch ein 24:16  gegen den ansonsten erfolgsverwöhnten KSK Konkordia Neuss sicherte sich der KSV Witten 07 die verdiente Bronzemedaille.  Der KSV Kirchlinde, der PSV Lippe-Detmold sowie die RG AC Ückerath/KSV Efferen landeten auf den Plätzen.

Enger ging es bei den Jugendmannschaften zu. Gleich im ersten Kampf trafen hier die beiden „Giganten“ KSK Konkordia Neuss und AC Mülheim 92 aufeinander. Die Begegnung endete 15:15. Allein das Ergebnis sagt schon Einiges über die Qualität und die ausgeglichene Besetzung beider Mannschaften aus, denn dass im Jugendbereich so viele Einzelkämpfe über die volle Distanz gegangen sind, will schon etwas heißen. Für Neuss sollte dieses Remis der einzige Punktverlust auf dem Weg zum Titel bleiben.

Auch der TV Essen-Dellwig und der PSV Lippe-Detmold zeigten sich als harte Brocken und bewiesen große Klasse. Die Essener konnten mit 18:15 sogar dem AC Mülheim 92 ein Bein stellen. Letzten Endes holten Mülheim, Dellwig und Detmold in den direkten Vergleichen untereinander je einen Sieg, sodass Mülheim nach dem Unentschieden gegen Neuss und 3:3 Zählern letztlich die Vizemeisterschaft erringen konnte. Detmold und Dellwig (je 2:4) landeten auf den Rängen drei und vier.

Die Ergebnisse und Leistungen in beiden Altersklassen lassen für höhere Aufgaben hoffen. Unser Nachwuchs scheint bestens in Form zu sein, um den Landesverband bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften erneut hervorragend zu vertreten. In den Vorjahren hatte es tolle Erfolge gegeben, wobei sich vor allem der KSK Konkordia Neuss durch seine Gold- und Silbermedaillen auszeichnen konnte. Doch auch der AC Mülheim 92 vermochte durch Bronze bei den Schülern 2017 einen großen Beitrag zur Erfolgsgeschichte unserer Nachwuchsmannschaften beisteuern. Vielleicht dürfen wir ja auch 2018 wieder jubeln. Das Potenzial dazu haben unsere Teams ohne Zweifel. Und nicht vergessen: Die Titelkämpfe der Jugend werden am 1./2. Juni in Neuss stattfinden. Die Ringkampffans aus NRW sollten sich diesen Termin vormerken, denn hier werden unsere Jungathleten sicherlich kräftig mitmischen.

 

Der AC Mülheim 92, Schüler-Landesmeister 2018

 

Der Neusser Jugendtrainer Oleg Dubov darf sich auf die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften freuen, die am 1. und 2. Juni vom eigenen Club ausgerichtet werden.

Neuss holt Jugendförderpreis

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Herzlichen Glückwunsch an den Nachwuchs des KSK Konkordia Neuss! Die jungen Athleten sind die Gewinner des Jugendförderpreises 2017, indem sie mit 757 Punkten den Vorjahressieger AC Mülheim 92 (716) auf Rang zwei verdrängen konnten. Dicht dran waren noch der KSV Witten 07 (674) sowie der PSV Lippe-Detmold (664), während danach die Abstände schon etwas größer werden. Fünfter ist de Halter Utrecht (412) vor dem TV Essen-Dellwig (359), dem TKV Hückelhoven (315) und dem AC Ückerath (285). Auf Rang neun landete der KSV Hohenlimburg (259), während die Sportfreunde von Olympia Utrecht (228) noch als letztes Team den Sprung in die Top Ten schafften.

Witten vor Mülheim und Neuss

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Am Sonntag fanden die Landesmeisterschaften der Junioren (incl. A-Jugend) und der B-Jugend im griechisch-römischen Stil statt. Bundesligist TV Eintracht Walheim hatte als Ausrichter in die Inda-Sporthalle nach Aachen-Kornelimünster eingeladen. Nach den kürzlich durchgeführten Greco-Rheinlandmeisterschaften, über denen leider der Schatten der so unrühmlichen Zwischenfälle liegt, war die altbewährte Wettkampfstätte einmal mehr Schauplatz einer Ringkampfveranstaltung in 2018.

Die erfreulichen Teilnehmerzahlen bei den Freistil-Titelkämpfen (147) konnte man diesmal nicht erreichen, denn mit 109 Athleten waren vergleichsweise wenige Kämpfer angetreten. Liest man jedoch die Siegerlisten, findet man viele Namen, die bei Deutschen Meisterschaften schon für Furore sorgen konnten. Die Masse war also ausbaufähig, für Klasse war gesorgt. Kein Wunder, waren u.a. auch die in diesen Altersklassen führenden Clubs KSK Konkordia Neuss, KSV Witten 07 und AC Mülheim 92 mit ihren starken Mannschaften angetreten.

Die Teamwertung konnte sich Witten (47 Punkte) sichern, das mit neun Ringern den Weg nach Aachen angetreten hatte. Letzlich sprangen sieben Medaillenränge (fünf Titel) sowie zwei vierte Plätze für die Ruhrstädter heraus. Auf Rang zwei folgte Mülheim (42) denkbar knapp vor Neuss (41).

TV Flittard

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Der Kölner Ringkampfsportfreund hat nicht schlecht gestaunt, wenn er in den letzten Tagen einen genaueren Blick in die Tageszeitungen geworfen hat (z.B. Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.02., siehe Bild). Der in der Domstadt recht bekannte TV Flittard, der u.a. beim alljährlichen Deichlauf über 1000 Läufer mobilisiert, feiert sein 125jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass durfte er sich über eine gute und ausführliche Darstellung in der örtlichen Presse freuen. Und siehe da – das Foto einer Ringermannschaft aus den 30er Jahren ziert den Artikel über den Verein. Daran, dass es in Köln-Flittard, wo übrigens unser Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz aufgewachsen ist, einmal eine Ringerabteilung gegeben hat, dürfte sich heute wohl kaum jemand noch erinnern. Es blutet einem schon etwas das Herz, wenn man an solchen Beispielen erkennt, welche Popularität unser Sport einmal gehabt haben muss. Und trotzdem freut man sich, dass man die ehemalige Ringerabteilung doch noch nicht ganz vergessen hat. Herzlichen Glückwunsch an den TV Flittard! Auch wenn die Zeit des Ringens hier schon lange vorbei ist.

 

Erste LM ist beendet

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Jetzt, wo die Bezirksmeisterschaften aller Altersklassen beendet sind, ist am 4. Februar auch die erste Landesmeisterschaft über die Bühne gegangen. Der VfK Lünen-Süd hat die Titelkämpfe der Junioren und B-Jugend im Freistil ausgerichtet, wo sich insgesamt 147 Ringer um den Landesmeistertitel in den jeweiligen Klassen beworben hatten.

Insbesondere im Juniorenbereich kann man zufrieden sein, waren doch alleine hier 96 Kämpfer angetreten. So ging es beispielsweise in der 71 kg-Klasse, in der alleine 20 Ringer wetteiferten, heiß her. Goldmedaillengewinner Muhammed Yildirim (AC Mülheim 92) hatte alle Hände voll zu tun, bis er sich das Edelmetall umhängen konnte, wenngleich er der klar überlegene Mann dieser Kategorie gewesen ist. Auch die Klassen bis 60 und bis 65 kg waren mit jeweils 17 Sportlern sehr stark besetzt. Trotzdem ließ sich nicht vermeiden, dass das Teilnehmerfeld in einigen Klassen sehr dünn ausgefallen ist.

Der AC Mülheim 92 mit seinen 17 Athleten dominierte die Teamwertung bei dieser Meisterschaft vor dem RSV Rheinbach und dem PSV Lippe-Detmold. Es folgten knapp dahinter der TV Essen-Dellwig und der KSV Witten 07.

2019: Zwei DM in NRW

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Der DRB hat kürzlich die Ausrichter für sämtliche Deutsche Meisterschaften im Jahre 2019 bekannt gegeben. Im Bereich unserer LO werden zwei von ihnen stattfinden: Vom 05.-07.04. werden die A-Jugendlichen (Greco) beim KSV Witten 07 zu Gast sein, während der KSV Kirchlinde die Titelkämpfe der B-Jugend (Freistil) vom 26.-28.04. ausrichten wird. Die beiden Vereine haben nicht nur ihr Lage im Ruhrgebiet und die Zuordnung zum Bezirk Westfalen gemeinsam, sondern auch die Tatsache, dass sie bereits erfahren in der Durchführung solcher Großveranstaltungen sind. Somit sind sie sicherlich eine gute Wahl unseres Dachverbandes. Freuen wir uns auf diese beiden Höhepunkte!

Massenschlägerei in Aachen

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Die Nachricht von der Massenschlägerei anlässlich der Schüler-Bezirksmeisterschaften in Aachen ist mittlerweile wohl zu allen Ringkampfsportfans in NRW durchgedrungen. Ein ganzes Rudel aggressiver Personen - vorrangig Mütter und Väter - war aufeinander losgegangen und lieferte sich eine wilde "Keilerei", wie sie bislang bei uns noch nicht vorgekommen sein dürfte. Die Polizei ermittelt. Leid tun können einem vor allem sämtliche teilnehmenden Kinder, die sich dieses miese „Schauspiel“ mit ansehen mussten, sowie der rührige Ausrichter TKV Oberforstbach, der nach all seinen Mühen, ein ordentliches Turnier auf die Beine zu stellen, besonders betroffen und schockiert gewesen sein dürfte.

Was soll man dazu sagen?! Solches Verhalten ist durch nichts, durch überhaupt nichts zu rechtfertigen, zu entschuldigen schon einmal gar nicht. Wir distanzieren uns ausdrücklich sowohl von diesen Vorfällen als auch von den "Sportfreunden", die aktiv darin verwickelt waren. Die Aufmerksamkeit, die das Ganze auf sich gezogen hat, ist alles andere als positiv oder förderlich, sondern vielmehr eine Katastrophe, die unseren Sport in ein schlechtes Licht stellt.

Traurig, traurig! Verlierer ist mal wieder das Ringen!! Solchen Ausbrüchen muss dringend Einhalt geboten werden. 

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