Mattensplitter

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Drei neue Ehrenmitglieder im RV NRW

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Der Tag des Ringens, der jährliche Festakt unseres Landesverbandes, wurde am 28.4. wie immer im Anschluss an die Mitgliederversammlung abgehalten. Als Location war dieses Mal das Schützenhaus in Remscheid gewählt worden, welches sich bereits 2016 als geeigneter Ort für dieses Event empfohlen hatte. Als kleines Problem hatte sich lediglich vor Veranstaltungsbeginn die Parkplatzsituation erwiesen, welche aufgrund der zeitgleich stattfinden Kirmes auf dem angrenzenden Schützenplatz ein wenig schwierig war. Doch letztlich konnten alle Gäste ihre Plätze einnehmen, im Kreise der Ringerfamilie das ein oder andere Stündchen verbringen und über unsere Sportart plaudern.

Der wohl wichtigste Programmpunkt an diesem Tage war die Ernennung dreier Ehrenmitglieder: Peter Neldner, Peter Kettler und Walter Nettekoven waren bei der Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wahl in das aktuelle Präsidium angetreten und erhielten mit der Ehrenmitgliedschaft den verdienten Lohn für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle des Ringens und des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen.

Peter Neldner war ursprünglich gar nicht mit dem Ringen verbunden, wurde zu Beginn der Neunzigerjahre jedoch von unserem ehemaligen Präsidenten Werner Kollbacher „entdeckt“ und für das Präsidium gewonnen. Seine umfassenden Kenntnisse im Bereich der Buchhaltung machten ihn zur Optimalbesetzung für die Position des Vizepräsidenten Finanzen – ein Amt, das Peter seitdem zur allerhöchsten Zufriedenheit aller Beteiligten bis zuletzt ausgeübt hat. Und dies tat er mit großer Freude, denn nach eigenen Bekundungen ist der regelmäßige und intensive Kontakt zu jungen Menschen für ihn wie ein Geschenk gewesen.

Peter Kettler hatte über viele Jahre die Position des Vizepräsidenten Verwaltung bekleidet. Doch sind dies nicht die einzigen Verdienste, die der aus Aachen stammende (Ex-)Funktionär vorzuweisen hat: Als Referent für Bezirks- und Vereinsangelegenheiten sowie als Vorsitzender des TV Eintracht Walheim hatte er sich ebenfalls einen guten Namen gemacht. Dabei war er sich nie für irgendeine Arbeit zu schade, wenn er dem Ringkampfsport damit dienen konnte. Als Beispiel hierfür sei seine Tätigkeit als Fahrdienst bei Großereignissen genannt, was für ihn trotz seiner gehobenen Stellung immer eine Selbstverständlichkeit dargestellt hat.

Der ehemalige Ligenreferent Walter Nettekoven ist durch seine stets ruhige, besonnene und freundliche Art über die Jahre zu einem großen Sympathieträger unseres Präsidiums geworden. Seit 1995 hat er in dieser Funktion zuverlässig und auf tadellose Art und Weise gearbeitet, war aber lange Jahre auch als Abteilungsleiter seines Vereins, dem TKSV Bonn-Duisdorf, aktiv. Dass er von seinem Sohn Jens die Ehrenmitgliedschaft in unserem Verband verliehen bekam, ist eine schöne Geschichte, die seiner Laufbahn einen runden Schlusspunkt beschert hat.

 

v.l.: Horst Faller (Beauftragter für Ehrungswesen), Walter Nettekoven, Peter Kettler, Peter Neldner, Präsident Jens-Peter Nettekoven

(Re-)Aktivierung von Vereinen schwierige Aufgabe

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Zuletzt wurden die schwierigen Verhältnisse beim KSV Erkenschwick thematisiert, welcher händeringend nach einem Trainer sucht, jedoch bislang kein Glück bei diesem Unterfangen hat. Folglich ruht der Sportbetrieb beim Traditionsclub – leider.

Der KSV Erkenschwick ist jedoch nicht der einzige Verein, der mit solchen oder ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. In den letzten zwei bis drei Jahren gab es nicht nur die ein oder andere Vereinsneugründung, sondern auch einige gescheiterte Versuche, Ringen als Vereinssport zu etablieren bzw. ruhende oder gar abgemeldete Abteilungen wieder zu revitalisieren. Diese Versuche geschehen meist im Hintergrund und werden von einem Großteil der Ringkampfsportanhänger nicht wahrgenommen.

So strebte vor geraumer Zeit – es war im Jahre 2016 - das Präsidium des Ringerverbandes NRW an, dem Ex-Bundesligisten SG Köln-Worringen wieder auf die Beine zu helfen. Es gab Gespräche u.a. mit dem Vorstand des Gesamtvereins, der einer Reaktivierung der Ringerabteilung sehr offen gegenüberstand. „Mer han noch alles vun domols. Mer bruche nur ene, dä de Halledür opschleeß.“ („Wir haben noch alles von damals. Wir brauchen nur einen, der die Hallentür aufschließt“.) sprach der Clubvorsitzende in perfektem kölschen Dialekt und offenbarte hierbei schon so etwas wie Vorfeude darauf, dass die Tradition weitergeführt werden könnte. Mögliche Trainer hatte Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz bereits in der Hinterhand gehabt. Doch letztlich gelang es der Abteilung nicht, die erforderliche Eigeninitiative einzubringen. Nach einiger Zeit war die Mission Worringen dann wieder eingeschlafen und beendet.

Gut ausgesehen hatte es dagegen im Falle der SG Monheim. Hier handelt es sich um einen Mehrspartenverein, gelegen zwischen den Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf. Dieser hatte bereits eine Ringerabteilung mit regelmäßigem Trainingsbetrieb unter Übungsleiter Sedat Akman (früherer Ringer des SC Solingen und des RC Eilendorf) installiert. Somit konnte man mit einem baldigen Aufnahmeantrag in unseren Verband fast schon rechnen. Doch plötzlich war Ringen auf der HP des Clubs wieder aus dem Angebot verschwunden – die Gründe sind bislang unbekannt. Sehr schade, denn Monheims junger Bürgermeister Daniel Zimmermann von der ansonsten unbekannten PETO-Partei stand damals hinter dem Angebot – zumindest wenn man der örtlichen Presse Glauben schenken darf. Über beispielsweise Austauschprogramme etc. hatte er sich tiefere Beziehungen zur Türkei versprochen, wo der Ringkampf ja enorme Popularität besitzt und deshalb die richtige Disziplin für solche Projekte wäre. Doch dazu sollte es wohl nicht kommen.

Im letzten Jahr war es der ASV Essen-West 03, der Hoffnung auf eine Wiederkehr machte. Der Verein verfügte bereits über eine Gruppe von ca. zehn Ringern samt dazugehörigem Trainer. Es gab nur noch kleine Details zu klären – und plötzlich stand Macher Wolfgang Stankowiak wieder alleine da. „Von heute auf morgen waren sie alle weg. Nun bin ich wieder bei null.“ sagte er anlässlich der 125 Jahre-Jubiläumsfeier des AC Mülheim 92 sichtlich frustriert. Damit war auch dieses Projekt vorerst zerschlagen, wobei Stankowiak die Hoffnung auf eine Rückkehr noch nicht aufgeben will. Drücken wir ihm die Daumen, dass er erfolgreich sein wird.

Ganz aktuell ist ja noch die Idee des BAC Paderborn, wieder mit einer Ringerabteilung ins Rennen zu gehen. Hier mangelte es dem Vorsitzenden des Gesamtvereins, dem ehemaligen Mittelgewichts-Ringer Hartmut Kell, nicht nur an einer Ringermatte, sondern primär einfach an der nötigen Unterstützung. Fehlende Hilfe und zu wenig Leute - das alte Lied. Die Bestrebungen des BAC konnten somit nur von kurzer Dauer sein.

Gerüchte über eine mögliche „Wiederauferstehung“ hörte man in jüngerer Vergangenheit beispielsweise auch über den VfB Remscheid oder den schon lange nicht mehr ringenden TV Frischauf Hilgen – passiert ist jedoch nichts. Es blieb bei Gerüchten – die möglicherweise mit der Realität ohnehin nicht übereinstimmten - oder zaghaften Versuchen, die schon zerschlagen wurden, bevor der Vereinsaufbau überhaupt richtig begonnen hatte.

Das Gründen von Ringervereinen ist ein schwieriges Unternehmen. Dabei wären Leute, die Pionierarbeit leisten, für unseren Sport eminent wichtig. Unseren Verband wieder auf ein breiteres Fundament zu bauen, muss ein zentrales Ansinnen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte sein. Keine leichte Aufgabe. Aber vielleicht gelingt es ja, an der ein oder anderen Stelle einen weißen Fleck auf der Ringer-Landkarte verschwinden zu lassen.

Ölringen: Timili gewinnt

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Es war ein Ringkampfereignis der anderen Art: Am 29.04. wurde das 12. Marler Ölringturnier ausgetragen, eine Veranstaltung, welche auf traditionelle Art und Weise wie im Mutterland dieser Disziplin (Türkei) durchgeführt wurde. Dies zeigte sich z.B. daran, dass zu diesem Ereignis auch ein Familienfest und typisch türkische Atmosphäre gehörten, die sich durch beispielsweise entsprechende musikalische Begleitung oder das große Angebot an türkischen Speisen äußerte.

Auch wenn unsere LO mit der Ausrichtung nichts zu tun hatte, haben dennoch einige unserer Kämpfer an diesem Wettkampf teilgenommen. So kam es in der Amateurklasse interessanterweise zu einem Finalkampf zwischen Arthur Eisenkrein (KSV Witten 07) und Burak Timili (TSG Herdecke), welches Timili letztendlich für sich entscheiden konnte. Eisenkrein hatte u.a. auch gegen Nevros Bingöl vom KSV Jahn Marten gewonnen (siehe Foto/Fotograf: Oliver Stach).

Solch ein Turnier ist für alle Beteiligten sicherlich ein willkommener Blick über den Tellerrand.

DM-Nachbetrachtung in Hennef

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Zu einer innovativen Maßnahme hatte unser Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz unsere Greco-Nachwuchsringer, die an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen hatten, am 21.4. eingeladen. Gemeinsam mit dem Landestrainerstab traf man sich in der Sportschule Hennef, um die zurückliegenden nationalen Titelkämpfe zu reflektieren und zu analysieren. Im Rahmen dieses Lehrgangs wurde der Neusser Samuel Bellscheidt zum Aktivensprecher gewählt.

Am 29.04. folgt nun Teil zwei, wenn dieselbe Veranstaltung für unsere jungen Freistilkämpfer stattfinden wird. Diesmal wird jedoch die Wittener Ostermannhalle Austragungsort sein.

Diese Kurzlehrgänge sind eine tolle Idee, die man als weiteres Stück Professionalität betrachten darf und ein Beleg dafür sind, dass in unserer Jugendarbeit augenblicklich vieles richtig gemacht wird.

 

DM-Nachbesprechung Freistil

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Eine Woche nach den Greco-Spezialisten hat sich am 29.4. unser Freistil-Nachwuchs samt Trainerteam getroffen, um über die Erfahrungen von den zurückliegenden Deutschen Meisterschaften zu sprechen und die Titelkämpfe zu analysieren. In der Wittener Ostermannhalle, wo Ertugrul Agca (TV Essen-Dellwig) zum Freistil-Aktivensprecher gewählt wurde, durfte man sich über zahlreiches Erscheinen der jungen Athleten freuen. Weiter so, Jungs! So macht euren Trainern die Arbeit mit euch Freude und werdet ihr irgendwann den Lohn für euren Fleiß erhalten! (Foto: Oliver Stach)

 

 

147 Ringer bei Gebrüder-Saitiev-Turnier

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Der Terminkalender des Ringerverbandes NRW ist augenblicklich ziemlich voll, die Veranstaltungen sind sehr eng getaktet. So war es am letzten Wochenende (21.04.) das Gebrüder-Saitiev-Turnier, welches nach den Deutschen Einzelmeisterschaften im Nachwuchsbereich einen weiteren Höhepunkt darstellte. Dieser von Sparta Kelmis ausgerichtete Wettkampf für Junioren und Kadetten wurde vom dreifachen Olympiasieger und Mit-Namensgeber Buvaisar Saitiev sogar persönlich besucht – trotz mehreren tausend Kilometern Entfernung war er mit dem Flugzeug angereist und hatte sogar noch einige starke Athleten aus seiner Schule mitgebracht. In Erinnerung an ihn und seinen Bruder Adam, ebenfalls Olympiasieger, wurden die Kämpfe natürlich im Freistil ausgetragen. Doch nicht nur deshalb ist das Turnier ein wichtiger Mosaikstein im Verlaufe dieses Sportjahres, sondern auch durch das gute Niveau und das internationale Flair, welches der Zuschauer einmal mehr erleben konnte. So waren u.a. Athleten aus Sibirien, USA, Wien oder Ungarn angereist, um in dem 147 Mann starken Teilnehmerfeld wettzueifern. Am erfolgreichsten war letztlich das Team Frankreich, welches die Teamwertung doch recht deutlich vor Team Ungarn für sich entscheiden konnte.

Nicht umsonst also hatte Sparta-Ansprechpartner Arnold Wauff die Veranstaltung, die nun zum dritten Male ausgetragen wurde und sich zu einer kleinen Tradition entwickelt hat, in der örtlichen Presse als „eines der besten Turniere weit und breit“ bezeichnet.

 

Neues Präsidium gewählt

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Der Ringerverband NRW hat ein neues Präsidium. Anlässlich der Mitgliederversammlung am 28.4. wurde es für die nächsten vier Jahre gewählt, wobei es einige strukturelle und personelle Veränderungen zu vermelden gibt.

Der Vorstand bestand bislang aus dem Präsidenten und drei Vizepräsidenten, doch hat sich diese Struktur durch die Berufung von Carsten Schäfer zum Geschäftsführer bereits vor Monaten geändert. Nun stehen dem Präsidenten nur noch zwei Vizepräsidenten zur Seite, während der berufene Geschäftsführer Schäfer den Vorstand als viertes Mitglied vervollständigt.

Wenig überraschend war die Wiederwahl des Landtagsabgeordneten Jens-Peter Nettekoven zum Präsidenten unseres Verbandes, hat er sich doch im Verlaufe seiner ersten Amtszeit durch sein Engagement, seine Kompetenz, seinen Führungsstil und seinen Mut zu Innovationen viele Sympathien und großes Vertrauen im Ringerlager erworben. Neu im Amt dagegen sind die beiden Vizepräsidenten. Mit dem Ex-Spitzenringer Jörg Helmdach, der außerdem Sportdirektor des Österreichischen Amateur-Ringerverbandes ist, und Rita Fleiter-Wurg konnten zwei erfahrene und namhafte Persönlichkeiten für dieses Amt gewonnen werden. Ausgeschieden sind dagegen deren Vorgänger Peter Kettler und Peter Neldner, die sich zuvor viele Jahre um die Belange des Ringerverbandes NRW gekümmert hatten, jedoch dieses Jahr nicht mehr zur Wahl angetreten waren. Ihnen gebührt ganz besonderer Dank ob ihrer enormen Verdienste um den Ringkampfsport und die hervorragende Arbeit, die sie für uns geleistet haben!Wir können nur hoffen, dass sie uns erhalten bleiben und weiterhin – in welcher Form oder Funktion auch immer – das Ringen unterstützen werden.

Zum Präsidium gehören weiterhin die schon seit langen Jahren arbeitenden Dr. Theo Steinacker (Referent für Medizin), Heinz Schmitz (Referent für Frauenringen) und Holger Nowakowski (Referent für Aus- und Fortbildung). In ihre zweite Amzszeit gehen Kurt Schröer (als Referent für Jugend, Schul- und Breitensport durch die Versammlung bestätigt), Thomas Meyer (Referent für Medien und Kommunikation) sowie Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz. Auch letzterer musste jedoch nicht gewählt werden, da er vom Vorstand eingesetzt wird.

Neu im Team sind dagegen Maria Anselm (bereits seit geraumer Zeit als Referentin für Kampfrichter und damit als Nachfolgerin von Uwe Manz bestätigt) sowie Detlev Ewert (Referent für Ligen). Ewert ist bereits einer von zwei stellvertretenden Kampfrichterreferenten des RV NRW (seine Tochter Daniela Maletic ist seine „Amtskollegin“) und hat somit eine Doppelfunktion inne. Der Begriff „positiv verrückt“ passt auf den Idealisten, der ab sofort den ebenfalls nicht mehr zur Wahl angetretenen Ligenreferenten Walter Nettekoven ersetzt, also ganz besonders gut. Auch Walter gilt ein dickes, dickes Dankeschön für die hervorragende Arbeit der letzten Jahre, ja sogar Jahrzehnte!

Zum erweiterten Präsidium gehören Nina Kahriman (Rechtsausschuss I. Instanz), Hermann Josef Kahlenberg (Rechtsausschuss II. Instanz) sowie Horst Faller (Beauftragter für Ehrungswesen).

Wünschen wir dem Präsidium alles Gute und viel Erfolg für die nächsten vier Jahre!

 

Nach der Wahl zum stellvertretenden Kampfrichterreferenten ist Detlev Ewert nun auch Ligenreferent - ein "positiv verrückter" Idealist!

 

 

Was macht der KSV Erkenschwick?

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Der KSV Erkenschwick ist jedem Ringsportfreund in NRW bekannt - zumindest all denen, die schön länger dabei sind. Allein Abteilungsleiter Carsten Schäfer, seines Zeichens obendrein Geschäftsführer des RV NRW, verkörpert den Club wie kein zweiter und verschafft ihm nach wie vor Präsenz.

Doch auch andere Persönlichkeiten verbindet man mit dem KSV, der in jüngerer Vergangenheit sogar mit der Ausrichtung von Deutschen Einzelmeisterschaften betraut worden war. Exemplarisch sei Freistil-As Alexander Storck genannt, den man während der Mannschaftskämpfe im Trikot des KSV Germania Krefeld und des KSV Witten 07 beobachten durfte und immer noch darf, der jedoch sämtliche Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften für seinen Stammverein aus Erkenschwick errang. Oder man erinnere sich an Thomas Roch, diesen extrem kräftigen Halbschwer- und Schwergewichtler (Greco), der in den 90er Jahren für den damaligen Zweitligisten ASV Heros Dortmund auf Punktejagd gegangen war.

Vergangenheit und Tradition hat der KSV Erkenschwick ohne Zweifel zu bieten.

Und die letzten Jahre? Lange Zeit wurde der Sportbetrieb durch Bernd und Ralf Dworniczak sowie Dietmar Appel aufrechterhalten. Im Jahre 2015 wagte man den Versuch, endlich wieder mit einer Mannschaft in der Bezirksliga Westfalen ins Rennen zu gehen. Doch Unzuverlässigkeit und Lustlosigkeit der Ringer verhinderten diesen Schritt, so dass man kurzerhand die Männerabteilung geschlossen hat und mit einer Gruppe von acht bis zehn Jugendlichen einen Neuanfang versuchen wollte. Doch auch bald standen die oben genannten Trainer aus beruflichen und z.T gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung – das Ende des Sportbetriebes. Zwar werden beim KSV diverse andere Sportangebote unterbreitet, welche eher dem Breitensport zuzuordnen sind, doch die Ringerabteilung ruht momentan gänzlich.

Es mangelt nicht an Motivation oder Lust der Abteilungsleitung, sondern es scheitert schlicht und ergreifend daran, dass die Trainerstelle vakant ist. Diese neu zu besetzen, stellt Carsten Schäfer vor eine bislang nicht lösbare Herausforderung. „Man findet hier einfach niemanden“, sagt er doch ein wenig wehmütig und frustriert.

Es ist wie in so vielen Vereinen – es fehlt einfach an Personal und an Menschen, die die Bereitschaft zeigen, sich ehrenamtlich einzubringen. Die Ringerabteilung aus Erkenschwick hätte solche Unterstützung bitter nötig. Es wäre erfreulich, wenn sich der ein oder andere Sportfreund finden könnte, der sich am Aufbau einer neuen Trainingsgruppe beteiligen würde. Unsere schöne Sportart hätte auch in Erkenschwick wieder eine echte Chance verdient.

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