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Starkes Grenzlandturnier

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Am 12. Mai ging es in Landgraaf/Niederlande mal wieder kräftig zur Sache, denn bereits zum 33. Male wurde vom dort ansässigen KSV Simson das Internationale Grenzlandturnier für Männer in beiden Stilarten ausgerichtet. Die beiden Simson-Hauptverantwortlichen und Urgesteine Theo Quaedvlieg und Ate Postma hatten mit ihrem Team wieder ganze Arbeit geleistet, um dieses Event in gewohnt souveräner Manier über die Bühne zu bringen.

 

In der Sporthalle Banebergpassage hatte sich ein hochkarätiges Teilnehmerfeld eingefunden, durch welches sich das Turnier schon seit langem auszeichnet. Insgesamt 70 Greco- und 71 Freistilspezialisten waren zwar keine ausgesprochen hohe Teilnehmerzahl, doch die Qualität wusste einmal mehr zu überzeugen. Dies lässt sich an vielen Beispielen eindrucksvoll aufzeigen: So kam der Deutsche Schwergewichtsmeister (Freistil) von 2015, Robin Ferdinand aus dem Team Rheinland, in der niedrigeren 98 kg-Klasse nicht über Rang vier hinaus. Auch der fünfte Platz in der 85 kg-Klasse (Greco) durch Sohayb Musa (Germania Krefeld), dem Deutschen Vizemeister(Greco) von 2016, ist ein eindrucksvoller Beleg für das hohe Niveau des Wettbewerbs. Zahlreiche weitere Beispiele ließen sich anfügen.

 

Unter den Athleten waren natürlich auch viele aus unserem Landesverband, die eine ganze Reihe vorderer Platzierungen erkämpfen konnten, darunter auch fünf Goldmedaillen: Goran Izadi (TKSV Bonn-Duisdorf/ 59 kg Greco), Idris Ibaev (KSV Witten 07/71 kg Greco), Nico Brunner (KSV Witten 07/85 kg Greco), Ramzan Awtaew (TV Essen-Dellwig/61 kg Freistil) und Abusupiyan Magomedov (TV Essen-Dellwig/ 97 kg Freistil) waren nicht zu besiegen. In der Teamwertung wussten der KSV Witten 07 (3.), der AC Mülheim 92 (4.) und der TV Essen-Dellwig (8.) besonders zu überzeugen.

 

Huber und Geigl sind tot

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Traurige Nachrichten kamen am Wochenende aus Bayern nach Witten: zwei ehemalige Bundesligaringer des KSV, die beide aus Bayern in die Ruhrstadt zogen und nach ihrer aktiven Ringerlaufbahn in ihre Heimat zurückgekehrt waren, sind nicht mehr unter uns: Ende des Jahres 2016 verstarb Robert Geigl, Mitglied der KSV-Meistermannschaft von 1978, und im Februar d.J. auch Hans Huber, der von 1979 bis 1989 134 Einsätze für die Wittener bestritt und 1980, 1981, 1983 und 1986 Deutsche Meisterschaften mit seinem Team feierte.

 

 

Beide kamen aus der Bad Reichenhaller Ringerschule des legendären Trainers Sepp Paar, beide waren außergewöhnliche Ringer mit sehr speziellen Fähigkeiten. Robert, eher extrovertiert und auf nette Art „flippig“, Hans, der eher ruhige, bodenständige und gesellige Typ. Robert war ein reiner Greco-Spezialist, Hans anfangs auch, doch später versuchte er sich auch sehr erfolgreich im freien Stil. 1979 folgte Hans seinem Bruder Fritz, der bereits seit 1976 für den KSV Witten kämpfte, und war ein ganzes Jahrzehnt eines der Gesichter der Ruhrstadt-Ringer.

 

 

Nur zwei Jahre dagegen hielt es Robert Geigl beim KSV, der gleichwohl auch weiterhin zahlreiche Freundschaften nach Witten pflegte. 1977 kam er als Deutscher Juniorenmeister und verhalf dem KSV 1978 zur dritten Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Im Jahr darauf, er hatte sich inzwischen dem KSV Aalen angeschlossen, war er es, der die Entscheidung zu Gunsten seines neuen Clubs herbeiführte: ihm gelang – bei eigenem Punktrückstand – ein später Schultersieg gegen Rainer Brockhoff vom KSV. Meister war damit Aalen – und eben nicht der KSV Witten!

 

 

Nachfolger von Robert Geigl in der damaligen 62 kg-Kategorie beim KSV wurde dann Hans Huber. Auch er kam als Juniorenmeister, sammelte danach aber noch eine ganze Reihe von Meisterschaften und Medaillen auch im Männerbereich. Nachdem er „gelernter“ Klassiker war und zunächst nur im gr.-römischen Stil startete, stellt er in den folgenden Jahren sein Können auch im Freistil unter Beweis – mehr als erfolgreich. Und an einen Kampf von Hans Huber werden sich viele alte Wittener Ringerfreunde noch erinnern – als er noch gar nicht für den KSV Witten aktiv war: 1974, Halbfinale um die DMM, Rückkampf AC Bad Reichenhall gegen KSV Witten. Im Reichenhaller „Hexenkessel“ müssen die Wittener einen 21:16-Vorsprung aus dem Hinkampf verteidigen. Schon im ersten Kampf scheint das Vorhaben zu platzen, denn ein 15-jähriger ACR-Ringer besiegt sensationell den gestandenen KSV-Athleten Münür Caliskan, wirft ihn mit einem Hüftschwung auf die Schultern: der junge Hans Huber! Die Reichenhaller Sporthalle bebt, doch am Ende langt den Wittenern eine Niederlage mit 14:18, um das Finale zu erreichen und die zweite Deutsche Meisterschaft zu feiern.

 

 

Beide Namen, Robert Geigl und Hans Huber, werden stets fest mit dem KSV verbunden bleiben. Sie waren und sind ein Teil der großen Erfolge der Wittener Ringermannschaften in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Wir sind traurig und werden beiden ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

Hier die Erfolge von Hans Huber für den KSV Witten:

 

 

1981 1. DM Freistil + 3. DM gr.-r.; 1982 3. DM Freistil; 1983 1. DM Freistil + 2. DM gr.-r.; 1985 2. DM Freistil; 1986 2. DM gr.-r. – jeweils Klasse bis 62 kg.

 

 

Robert Geigl wurde 1977 2. DM der Junioren, 1978 2. DM der Männer, jeweils 62 kg, gr.-römischer Stil.

 

Ölringen: Timili gewinnt

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Es war ein Ringkampfereignis der anderen Art: Am 29.04. wurde das 12. Marler Ölringturnier ausgetragen, eine Veranstaltung, welche auf traditionelle Art und Weise wie im Mutterland dieser Disziplin (Türkei) durchgeführt wurde. Dies zeigte sich z.B. daran, dass zu diesem Ereignis auch ein Familienfest und typisch türkische Atmosphäre gehörten, die sich durch beispielsweise entsprechende musikalische Begleitung oder das große Angebot an türkischen Speisen äußerte.

 

Auch wenn unsere LO mit der Ausrichtung nichts zu tun hatte, haben dennoch einige unserer Kämpfer an diesem Wettkampf teilgenommen. So kam es in der Amateurklasse interessanterweise zu einem Finalkampf zwischen Arthur Eisenkrein (KSV Witten 07) und Burak Timili (TSG Herdecke), welches Timili letztendlich für sich entscheiden konnte. Eisenkrein hatte u.a. auch gegen Nevros Bingöl vom KSV Jahn Marten gewonnen (siehe Foto/Fotograf: Oliver Stach).

 

Solch ein Turnier ist für alle Beteiligten sicherlich ein willkommener Blick über den Tellerrand.

 

 

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DM-Nachbetrachtung in Hennef

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Zu einer innovativen Maßnahme hatte unser Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz unsere Greco-Nachwuchsringer, die an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen hatten, am 21.4. eingeladen. Gemeinsam mit dem Landestrainerstab traf man sich in der Sportschule Hennef, um die zurückliegenden nationalen Titelkämpfe zu reflektieren und zu analysieren. Im Rahmen dieses Lehrgangs wurde der Neusser Samuel Bellscheidt zum Aktivensprecher gewählt.

 

Am 29.04. folgt nun Teil zwei, wenn dieselbe Veranstaltung für unsere jungen Freistilkämpfer stattfinden wird. Diesmal wird jedoch die Wittener Ostermannhalle Austragungsort sein.

 

Diese Kurzlehrgänge sind eine tolle Idee, die man als weiteres Stück Professionalität betrachten darf und ein Beleg dafür sind, dass in unserer Jugendarbeit augenblicklich vieles richtig gemacht wird.

 

27. Wittener Stadtschulmeisterschaft

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In diesem Jahr geht die Wittener Stadtschulmeisterschaft im Ringen in die 27. Runde – eine Erfolgsgeschichte! Denn schon jetzt, kurz nach der Ausschreibung, haben 14 Schulen gemeldet, wollen wieder mit dabei sein, wenn es am 17. Mai in der Husemannhalle um Titel, Medaillen und Förderpreise gehen wird.

 

 

Jede Schule hat ein maximales Kontingent von 30 Kindern, die auf die fünf Matten in Wittens größter Sporthalle gehen werden. In zwei Altersklassen und getrennt nach Mädchen und Jungen finden die Wettkämpfe statt. Und die Wittener Vereine SU Annen und KSV 07 müssen schon wieder jede Menge „Manpower“ aufbringen, will man die Veranstaltung einmal mehr zum Erlebnis sowohl für die teilnehmenden Kinder als auch begleitende Lehrerschaft und Familien machen. Doch darin hat die Ringergemeinde der Ruhrstadt große Erfahrung – wie gesagt, in diesem Jahr wird es die 27. Auflage der „SSM Ringen“ sein. Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1990, seinerzeit noch in ganz kleinen Dimensionen im damaligen Trainingszentrum „Mannesmann-Hallen“.

 

 

Und wie immer sind auch diesmal bereits frühzeitig Wittener Unternehmen mit „im Boot“ und unterstützen die Veranstalter tatkräftig: So die Stadtwerke Witten mit ihrem „SportScout“-Förderprogramm, das Einrichtungshaus Ostermann, die Firma J.D. Neuhaus, natürlich die Sparkasse und auch der StadtSportVerband.

 

 

Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin werden Medaillen und Urkunden erhalten, die besten Schulen jeweils Pokale und einen Geldpreis, und die Siegerschule bekommt den „Mithat-Bayrak-Wanderpokal“, gestiftet von der Familie Mithat Bayraks im Gedenken an den großen Ringer, zweimaligen Olympiasieger und „Brückenbauer“ zwischen seiner alten, türkischen und der neuen, deutschen Heimat. Den Pokal gewann im letzten Jahr die Rüdinghauser Grundschule.

 

 

Trainer und Übungsleiter des KSV und der SU Annen sind schon jetzt in den Schulen der Ruhrstadt unterwegs, um Kinder und Lehrer auf das Turnier vorzubereiten.

 

 

 

 

In Ehrenfeld geht`s aufwärts

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Man konnte sich schon Sorgen machen um den RC Ehrenfeld, als er nach der so erfolgreichen Saison 2015 seine Mannschaft aus der Oberliga zurückziehen musste und viele Leistungsträger ihm den Rücken gekehrt hatten. Noch schwerwiegender war vielleicht der Verlust der Heimat, der Sporthalle Lindweilerhof. Diese wurde bekanntermaßen als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

 

Doch der Club war nicht klein zu kriegen, hat sich geradezu durchgebissen, in verschiedenen Hallen den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten und schnell wieder eine gute Rolle gespielt.

 

Nach der Landesligameisterschaft und dem damit verbundenen Verbandsliga-Aufstieg 2016 war klar, dass mit den Kölnern trotz aller widriger Umstände immer noch – oder wieder - zu rechnen ist. Und auch aktuell sieht es sehr gut aus. 6:2 Zähler sind eine ordentliche Bilanz nach vier Kämpfen, die bei Heimrecht endlich wieder in der geliebten Halle Lindweilerhof stattfinden können. Seit einigen Wochen nämlich hat der RC sein altes Domizil zurück. Hierzu Mannschaftsführer Thomas Hemmerich: „Als wir zum ersten Male wieder in der Halle waren, haben sich 20 erwachsene Männer gefreut wie kleine Kinder.“

 

Die Stimmung während der Veranstaltungen ist wieder so, wie man es von früher gewohnt ist. Zuletzt gab es beim 32:8 gegen den KSV Jahn Marten auch allen Anlass zu jubeln, wenngleich die Zuschauer über die vier Begegnungen enttäuscht gewesen sein dürften, die bereits vor dem Anpfiff durch Kampfrichterin Maria Winke per Aufgabe entschieden wurden.

 

Auf jeden Fall sind die Ehrenfelder wieder da, wo sie hingehören. Sportlich wie räumlich. Und darüber können sich die Ringkampfsportfans freuen!

 

Ehrenfelds Neuzugang Marko Lukic schlägt den Martener Kai Schopp technisch überlegen (130 kg Greco)

 

Die Mannschaft nach dem 32:8 gegen den KSV Jahn Marten

 

Oberhausen: Gelungenes Comeback!

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Erstmalig seit vier Jahren stellt der KSV 08 Oberhausen wieder eine aktive Mannschaft. Das Team wurde schon vor Monaten für die Bezirksliga Rheinland gemeldet und war erst einmal ein großes Fragezeichen für alle Ringkampfsportfans. „Haben die überhaupt genügend Ringer? Treten die wirklich an?“ Derartige Fragen dürften zur Genüge im Raum gestanden haben. Doch die Antworten darauf sind allesamt positiv, denn der KSV ist wieder da! Und das mit einer kompletten und leistungsfähigen Mannschaft!

 

Nach einem gelungenen Einstand durch den 33:18-Erfolg beim TV Eintracht Walheim II durfte man gespannt sein, wie der Club sich bei seinem ersten Heimkampf gegen die Reserve des AC Mülheim 92 präsentieren würde. Und man durfte sich freuen. Der AC II wurde nicht nur außerordentlich nett und freundlich, ja geradezu herzlich begrüßt, sondern es trafen sich aus beiden Lagern auch überraschend viele alte Bekannte. Nicht nur, dass die altbewährten Vorstandsmitglieder und Helfer des KSV 08 beim Comeback wieder (oder immer noch!) anwesend waren. Auch das zahlreich erschienene Publikum trug seinen Teil dazu bei, dass die erste Heimveranstaltung seit Jahren zu einem Erfolg werden konnte. Unter den Zuschauern befanden sich nicht nur Vereinsmitglieder und -anhänger, sondern auch bekannte Gesichter benachbarter Clubs. Hinzu kamen Persönlichkeiten, an die sich vor allem diejenigen von uns sehr gerne erinnern, die schon seit Jahrzehnten dabei sind. So haben beispielsweise auch die beiden Kampfrichterlegenden Günter Sobel (76), der zuvor vier Jahre lang keinen Ringkampf mehr gesehen hatte, und Michael Kucin (63) die Begegnung aufmerksam verfolgt.

 

Die Rahmenbedingungen waren also perfekt, jetzt musste nur der Kampf noch einen spannenden Verlauf nehmen. Und auch dies traf glücklicherweise ein. Nachdem der 43jährige Lokalmatador und Routinier Vojco Ilijewski (66 kg/Foto) gegen den sich vehement wehrenden Nachwuchsmann Sam Klode begeistert hatte und viele weitere spannende Kämpfe über die Bühne gegangen waren, musste das letzte Duell des Abends zwischen Rafi Nasiri (KSV) und Poyan Shahbazi (AC) schließlich die Entscheidung bringen. Diese fiel zugunsten der Oberhausener aus, die damit den viel umjubelten doppelten Punktgewinn feiern konnten.

 

Der Verfasser dieses Artikels vernahm noch in den Katakomben der Willy-Jürissen-Halle ein Telefonat eines KSV-Anhängers, das sich in etwa so anhörte: „Es waren viele Zuschauer da und tolle Stimmung – also optimal!“ Er hatte den Nagel auf den Kopf getroffen, denn wer als Zuschauer dabei war, kommt sicherlich wieder. Und das auch gerne in der Bezirksliga!

 

Die neue Mannschaft aus Oberhausen ist ein großer Gewinn nicht nur für besagte Bezirksliga, sondern für den gesamten Ringerverband NRW!

 

(Foto: Oliver Stach)

 

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