Mattensplitter

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Hermann Neumayer - Ein Ringerherz wird 90

Heute (am 28. Februar) vollendet unser Hermann Neumayer sein 90. Lebensjahr. Ein Leben, das durch Familie, beruflichen Ehrgeiz und vor allem durch "seinen" Sport - dem olympischen Ringkampf - geprägt ist.

Der Jubilar ist ein Urgestein des Ringkampfsports im Ruhrgebiet. Zunächst war er Gewichtheber bei den Sportfreunden "Wasserturm Hamborn", bis er in den frühen 1950er Jahren bei den Sportfreunde Hamborn 07 seine Liebe zum olympischen Ringkampf entdeckte. Auch die 1955 geschlossene Ehe mit "seiner" Margret und die vier gemeinsamen Kinder hielten ihn nie davon ab, dem Ringkampfsport einen gewissen Vorrang einzuräumen. Die beiden Söhne Georg und Michael wurden bereits in jungen Jahren in den Verein, die Mannschaft und später auch als Funktionsträger im Verein und im Ringerverband eingebunden.

Als Geschäftsführer der Ringerabteilung lebte er für "seinen" Verein und "seinen" Sport. Auch nachdem die Ringerabteilung aufgelöst werden musste, ist das Feuer, die Liebe und Begeisterung für den Ringkampf nie erloschen.

Die heutige Coronazeit verhindert, dass sein 90. Geburtstag den ehrenvollen Rahmen erfährt, der diesem Tag gerecht werden würde. Der Jubeltag kann "nur" im allerengsten Familienkreis gefeiert werden. 

(Text und Foto: Georg Neumayer)

Ringsport kommt in Schwung

Augenblicklich existieren in NRW einige Aktivitäten im Hinblick auf Vereins- bzw. Abteilungsneugründungen. Die einzelnen Projekte befinden sich noch in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, haben jedoch eines gemeinsam: Die Etablierung der Sportart Ringen.

In Ostwestfalen gibt es da gleich Einiges zu berichten. Der 1. SC Bad Oeynhausen scheint mit seiner Trainingsgruppe den bisherigen Ringsportbetrieb ausweiten zu wollen und mit dem AS Spenge ist ein weiterer Club bestrebt, Ringen anzubieten. In den sozialen Netzwerken liest man auch über den Boxclub Espelkamp, der sein Angebot offensichtlich um eine Ringerabteilung erweitern möchte.

Weitere Clubs könnten sowohl in Düsseldorf – hier wird dringend ein Trainer gesucht – als auch in Wuppertal entstehen. Beides wäre eine tolle Sache: Unsere Landeshauptstadt nämlich ist hinsichtlich unserer Sportart, die hier einzig und allein vom TuS Gerresheim und Glashütte betrieben wird, noch unterrepräsentiert, während Wuppertal das Bergische Land erschließen würde.

Die Aufbauarbeit beim TV Hasten (Remscheid) ist pandemiebedingt etwas ins Stocken geraten, dennoch kann man auch hier auf weitere Aktivitäten hoffen.

Mitglied im Ringerverband Nordrhein-Westfalen ist bislang noch keiner der genannten Vereine. Doch bei dieser großen Zahl an Bestrebungen können wir die berechtigte Hoffnung haben, dass wir nach den neuerlichen Aufnahmen des DJK Rhenania Kleve und des KSV Velbert 2020 in naher Zukunft weitere Verstärkung erhalten werden. Doch selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, freuen wir uns über alles, was mit Ringen zu tun hat – auch außerhalb des Verbandes. Daher wünschen wir all diesen Vereinen für ihre Vorhaben den bestmöglichen Erfolg! 

Rotter-Focken und Bellscheidt NRW-Ringer/in des Jahres

Der Hauptausschuss des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen hat während seiner letzten Sitzung die NRW-Ringerin und den NRW-Ringer des Jahres bestimmt. Aufgrund der Ergebnisse in 2021 war es allerdings keine schwierige Entscheidung.

Bei den Frauen geht natürlich kein Weg an Aline Rotter-Focken vorbei. Unsere Olympiasiegerin aus Krefeld ist durch die sagenhafte Goldmedaille von Tokio, EM-Bronze und die mediale Präsenz DIE deutsche Ringerpersönlichkeit des vergangenen Jahres überhaupt – und damit selbstredend auch in NRW. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Vizeweltmeisterin Nina Hemmer (Ückerath) grundsätzlich auch eine sehr verdiente Titelträgerin wäre, doch ist Alines Paukenschlag bei den Olympischen Spielen einfach ein „Riesending“, das nicht steiger- oder übertreffbar ist.

Bei den Männern hatte man sich nicht weniger schnell auf den Neusser Samuel Bellscheidt einigen können. Der Bronzemedaillengewinner der Junioren-Europameisterschaften (72 kg Greco) hat bereits seine dritte internationale Medaille geholt. Von ihm werden wir in Zukunft sicherlich noch Einiges hören, denn seine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.

Herzliche Glückwünsche an die beiden!

 

Nächstes Mädchen-Trainingscamp am 13. Februar

Auch während einer in sportlicher Hinsicht recht ruhigen Zeit steht der ein oder andere Termin an. Ein wichtiger ist in diesem Zusammenhang das nächste Mädchen-Trainingscamp, welches bereits kommenden Sonntag (13.2.) durchgeführt werden wird.

Ort des Geschehens ist wie üblich der Bundesstützpunkt, Willi-Brand-Platz 5, in 41539 Dormagen. Von 10-12 Uhr wird interessierten Mädchen im Alter von 6-10 Jahren unter qualifizierter Anleitung ein Einblick in die schönste Sportart der Welt vermittelt werden. Über rege Teilnahme würden wir uns natürlich freuen.

Egon Janz verstorben

Unser ehemaliges Präsidiumsmitglied und Sportfreund Egon Janz ist im Alter von 74 Jahren von uns gegangen. Wir kennen ihn alle noch als engagierten Pressereferenten, welcher seit den neunziger Jahren bis 2008 dieses Amt bekleidet und mit äußerster Akribie und Kompetenz ausgeführt hatte. Seine Hauptaufgabe war die Zusammenstellung des „NRW-Info“, des ehemals offiziellen Organs des Ringerverbandes NRW, mithilfe dessen die Ringsportfreunde des Landes stets bestens über die Geschehnisse auf unseren Ringermatten informiert wurden.

Der Vater des Greco-Spezialisten Guido Janz, der als ehemaliger Deutscher Jugendmeister und Zweitligaringer auf sich aufmerksam machen konnte, hatte sich jedoch nicht nur auf Verbands-, sondern auch auf Vereinsebene sehr um unseren Sport verdient gemacht. Denn auch als Vorsitzender des ASV Essen-West 03 und des KSV Mülheim-Styrum genoss er höchstes Ansehen bei den Insidern.

Zuletzt hat man ihn beim Ringen nur noch selten gesehen. Sein Engagement galt eher der „Siedlervereinigung auf Mülheims Heimaterde“, deren Vorsitzender er über zehn Jahre lang gewesen war – ein weiterer Beweis dafür, dass Egon sich immer gerne für gemeinnützige Dinge selbstlos und ehrenamtlich eingesetzt hat.

Nun ist er nicht mehr unter uns. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 

Ein Bild aus früheren Zeiten: Egon Janz (ganz rechts) mit einer NRW-Freistilauswahl in Manchester 1993

Mädchen-DM 2022 erneut in Ückerath

Vor wenigen Tagen hat der DRB einen aktualisierten Terminplan für die Deutschen Meisterschaften 2022 herausgegeben. Eine maßgebliche Veränderung: Die nationalen Titelkämpfe der weiblichen Jugend, welche bislang noch niemanden übertragen worden waren, werden wie im Vorjahr vom AC Ückerath ausgerichtet werden. Die Veranstaltung wurde auf das Wochenende vom 23.-24. September terminiert.

Damit werden dieses Jahr drei DM im Nachwuchsbereich in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden. Wir freuen uns! 

Helmdach bereit für Nettekoven-Nachfolge

Dass Jens Nettekoven nach seiner Wahl zum DRB-Präsidenten nicht erneut für das höchste Amt auf Landesebene kandidieren würde, ist schon lange bekannt. Die Spekulationen um seine Nachfolge waren in den vergangenen Wochen und Monaten sehr zahlreich und intensiv. Es entstand so manches Gerücht. Doch nun ist die Katze endgültig aus dem Sack: Jörg Helmdach, augenblicklicher Vizepräsident und Jens` Wunschkandidat, wird sich der Herausforderung annehmen und sich im Rahmen der Mitgliederversammlung am 2. April zur Wahl stellen. Er wäre nach Werner Kollbacher, Karl-Martin Dittmann und Jens-Peter Nettekoven erst der vierte NRW-Verbandspräsident. Dass es so kommen wird, ist wohl mehr als wahrscheinlich, schließlich besitzt „Helmi“ die nötigen Kompetenzen, Kontakte und Erfahrungen, um die gewinnbringende Arbeit seines Vorgängers nahtlos fortzusetzen. Zudem ist er eine angesehene Persönlichkeit mit hoher Reputation, die durch eine entspannte, ruhige Art und wohltuende Sachlichkeit besticht. Kurz: Ein rundum fähiger und würdiger Kandidat!

Die Lücke, die nun auf der Position des Vizepräsidenten entstehen wird, dürfte von einem alten Bekannten gefüllt werden: Ex-DRB- und NRW-Kampfrichterreferent sowie Olympiakampfrichter Uwe Manz wird vom Präsidium vorgeschlagen werden. Er wird im höchstwahrscheinlichen Falle seiner Wahl gemeinsam mit Helmdach ein kompetentes und engagiertes Team bilden, welches die Geschicke unseres Verbandes gewiss zu unser aller Zufriedenheit leiten wird. Auch über das Potenzial, das Fachwissen sowie Ansehen von Uwe zu diskutieren, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Denn ähnlich wie „Helmi“ gehört auch er zu den herausragenden Persönlichkeiten des RV NRW, die eines solchen Amtes überaus würdig sind.

Nun bleibt zu hoffen, dass die beiden tatsächlich von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Zweifel daran dürfte es allerdings wohl keine geben. 

Jörg Helmdach Uwe Manz

Ex-Ringer Schwäbe im Geißbock-Tor

Fußballinteressierte haben zuletzt die Wachablösung beim Bundesligisten 1.FC Köln verfolgen können: Nach einer Verletzung des lange unantastbaren Stammkeepers Timo Horn kam Ersatzmann Marvin Schwäbe zum Bundesligadebüt und machte seine Sache derart exzellent, dass FC-Trainer Baumgart ihn bis zum Saisonende zur Nummer eins erklärt hat. Was nur Wenige wissen: Marvin Schwäbe hat Ringer-Vergangenheit. Der Bruder des insgesamt sechsmaligen Deutschen Meisters Kevin Schwäbe war einst ein ambitioniertes Talent, wurde bei den von unserem KSV Mülheim-Styrum ausgerichteten Deutschen C-Jugendmeisterschaften 2008 im Trikot des KSC Germania Hösbach sogar Vierter (58 kg Freistil). Später verließ er dann die Ringermatte, um sich auf den Fußball zu konzentrieren. Eine Entscheidung, die er wohl nicht bereuen dürfte.

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