Mattensplitter

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Junioren-EM vor Startschuss

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Die Spannung steigt: Vom 28.6.-4.7. werden in Dortmund die Europameisterschaften der Junioren stattfinden. Seit geraumer Zeit schon herrscht Vorfreude und laufen die Vorbereitungen, nun ist es schließlich fast so weit. Auch wenn die Kontinentalmeisterschaft eine Veranstaltung des Weltverbandes UWW ist, welche vom Deutschen Ringer-Bund ausgerichtet wird, ist sie gefühlt auch unsere EM. Schließlich findet sie vor unserer Haustür statt, und das mit Unterstützung zahlreicher NRW-Ringsportfreunde, die sich ehrenamtlich für unseren Sport engagieren. In den sozialen Netzwerken las man beispielsweise Beiträge unseres Verbands-Ehrenmitglieds Walter Nettekoven, der einmal mehr in die Vorbereitungen involviert ist. Oder auch von Ex-Bundesliga-Ringer Christian Baumjohann, welcher sich mit technischen Dingen in der Veranstaltungsstätte, der ehrwürdigen und bewährten Helmut-Körnig-Halle, befasst. Ein echter Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass keine Zuschauer erlaubt sein werden. Der breiten Öffentlichkeit werden die Titelkämpfe – zumindest live an der Matte – leider verborgen bleiben.

In besonderem Fokus stehen natürlich die Auftritte unserer NRW-Athleten, derer gleich vier um Siege, Medaillen und Meisterehren kämpfen werden. Die erste wird Jennifer Rösler vom AC Ückerath sein, die in der 72 kg-Klasse die deutschen Farben vertreten wird. Nach EM-Silber 2019 bei den Kadettinnen schickt sie sich an, sowohl ihre Erfolgsliste als auch ihren Erfahrungsschatz weiter auszubauen.

Erst gegen Ende der mehrtägigen Veranstaltung werden die Greco-Spezialisten Aaron (67 kg) und Samuel Bellscheidt (72 kg) sowie Deni Nakaev (77 kg/alle KSK Konkordia Neuss) ins Geschehen eingreifen. Alle drei sind ebenfalls international bewährt und dürften daher kräftig mitmischen. Jedenfalls scheinen sie unter guten Vorzeichen zu starten, wie der offiziellen Pressemitteilung des KSK Konkordia zu entnehmen ist: „Die Athleten sind bestens vorbereitet, um das schwere Turnier zu bestehen. Gerade erst waren die Ringer vom 18.06. bis 21.06.21 im Trainingslager in Leipzig (…). Trainer Oleg Dubov leitete die Trainingseinheiten mit Bundestrainer Maik Bullmann, dank der finanziellen Unterstützung von Sponsoren, der Stadt und Rhein-Kreis Neuss, konnten (…) die Athleten nationale und internationale Turniere und Trainingslager besuchen…“

Es kann also los gehen! Wir wünschen unseren Teilnehmern den bestmöglichen Erfolg sowie den Organisatoren und Helfern bestes Gelingen!

 

Gratulation an Rotter-Focken und Sperling

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Gleich zwei Ereignisse sind zu Beginn des Wochenendes aus Sicht des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen eine kräftige Gratulation wert:

Zunächst einmal hat Ausnahmeathletin Aline Rotter-Focken einen erneuten großen Erfolg feiern können und damit kurz vor den Olympischen Sommerspielen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Sie siegte bei den Poland Open in Warschau in der 76 kg-Klasse und hatte hierbei gegen stärkste Konkurrenz vier Kämpfe für sich entschieden. Selbst die kanadische Olympiasiegerin Wiebe konnte die Krefelderin nicht stoppen und hatte beim 1:1 knapp das Nachsehen. Das lässt uns alle hoffen, dass Aline in Tokyo der ganz große Wurf gelingen könnte. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Wie der DRB außerdem auf seiner Internetpräsenz veröffentlicht hat, hat Ringerlegende Heinz „Ede“ Sperling (Foto) bereits am 30. Mai seinen 80. Geburtstag gefeiert. Der RV NRW schließt sich diesen Glückwünschen selbstverständlich an und wünscht dem Jubilar alles Gute!

Dem ASV Essen-West entstammend, bringt man den ehemaligen Halbschwergewichtler außerdem eng mit dem KSV Witten 07 in Verbindung, wo er an der Seite vieler namhafter Athleten – beispielhaft sei unser Ehrenmitglied Heinz Eichelbaum genannt - große Erfolge feiern konnte. Seinen Spitznamen „Ede“, welcher übrigens auch auf Sohn Jörg übergegangen ist, hatte der dreifache Deutsche Männermeister und vielfache Medaillengewinner wohl in Anlehnung an Ex-Europameister Eduard Sperling erhalten.

Auch Jörg war deutscher Spitzenringer, vertrat 1989 beispielsweise die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften und hatte ebenfalls u.a. für Essen-West und Witten die Ringerstiefel geschnürt. Der Wahrheitsgehalt der Sprichwörter „Wie der Vater, so der Sohn“ oder „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ könnte nicht eindrucksvoller bezeugt werden.

Enkel Emil (Jörgs Sohn) ist im Trikot des TV Essen-Dellwig ebenfalls schon auf den Matten unterwegs – die Ringkampftradition der Familie Sperling geht also weiter!

 

Heinz Sperling im Jahre 2017

Heinrich Teichmann wird 90

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Der Unternehmervater und Ehrenvorsitzende des Ringersports Heinrich Teichmann feiert heute seinen 90. Geburtstag und blickt auf ein erfülltes Leben zurück.

Heinrich Johannes Teichmann wurde am 24.06.1931 in Essen-Borbeck als Enkel des Fuhrunternehmers Traugott Teichmann geboren und verlebte seine frühe Kindheit unter den schlimmen Bedingungen des II. Weltkrieges. Als kleiner Junge musste er aus dem zerbombten Essen flüchten und wurde im Rahmen eines Evakuierungsprogramms für Kinder in luftkriegsgefährdeten Städten in ländliche Regionen nach Baden-Württemberg zur Landwirtschaftsarbeit geschickt. Nur knapp entkam er der Einberufung zum letzten Volkssturm, bei dem einige seiner Kameraden starben.

Nach Kriegsende hielt seine Mutter die siebenköpfige Familie mit einem Kolonialwarengeschäft in der Borbecker Neustraße über Wasser. Typisch für diese Zeit und um schnell auf eigenen Beinen zu stehen, verließ Heinrich mit 15 Jahren die Schule und begann eine Schreinerlehre. Im Anschluss daran folgte eine Ausbildung zum Zimmermann, in dessen Zuge er auch auf die Walz ging.

Bald nach seiner Rückkehr nach Essen machte er sich als Zimmermann selbstständig und führte eine Gruppe von Schreiner- und Zimmerleuten an, die auf den Baustellen des Ruhrgebietes ihre Handwerkerleistung anboten.

In dieser Zeit kam er auch mit dem Turnverein Essen-Dellwig in Berührung, wo er in die Gewichtheber-Abteilung eintrat. Im Laufe der Jahre übernahm er dann fast sämtliche organisatorische und administrativen Aufgaben und bekleidete sämtliche Ämter. Bis heute ist er Ehrenvorsitzender des Vereines, den er bis in die 2. Ringer-Bundesliga führte. Heute ist der TV Essen-Dellwig eine Größe im Deutschen Ringersport.

Nach einer schweren Erkrankung im Jahr 1988 unterstütze er seinen Sohn Ralf bei der Unternehmensgründung eines Kranbauunternehmens und konnte mit seinen handwerklichen Erfahrungen sofort eine Montageabteilung für Krananlagen und Hebezeuge aufbauen. Als sich die Gelegenheit ergab, auf dem ehemaligen Gelände der Leichtmetallgesellschaft in Essen eine Immobilie zu erwerben, organisierte er federführend den Ausbau und die Modernisierung der Industriehallen, um darin Krananlagen zu bauen und zu modernisieren. Der Meilenstein eines erfolgreichen Familienunternehmens war gelegt.

Heute ist die Ralf Teichmann GmbH, Europas größter Lieferant von Krananlagen und beschäftigt deutschlandweit rund 450 Mitarbeiter an 10 Standorten. Der Sportverein TV Essen-Dellwig ist nach wie vor eng mit dem Unternehmen verwurzelt und wird als Hauptsponsor unterstützt. Auch ein selbst erbautes Trainingszentrum auf dem Betriebsgelände der Ralf Teichmann GmbH führt die Tradition aus Sport und Unternehmertum weiter. 

Hallenschaden beim TV Essen-Dellwig

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Die starken Regenfälle, die vor einer Woche in Teilen Nordrhein-Westfalens und insbesondere auch im Bereich Essen-Nord/Bottrop gefallen waren, haben sogar im Ringerlager großen Schaden angerichtet. Die Sporthalle des TV Essen-Dellwig ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden und es bedarf nun einer Menge Anstrengungen und auch finanzieller Aufwendungen, um die Trainingsstätte wiederherzustellen. Wie TVE-Mäzen Ralf Teichmann in der WAZ zitiert wird, hat das Wasser ca. 20 cm hoch gestanden und dabei beträchtliche Teile des Inventars zerstört.

Spenden für die Renovierung und Neuausstattung sind dem Verein sehr willkommen. Wir drücken die Däumchen, dass die Athleten bald wieder in ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren können.

Gregor Eigenbrodt im Vormarsch

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Der junge Gregor Eigenbrodt (KSV Witten 07) schickt sich gerade an, an die Erfolge seines Vaters Klaus und seines Onkels Thomas anzuknüpfen. Nach seinem Sieg bei einem Kaderturnier hatte sich Gregor erstmalig für eine internationale Meisterschaft, sprich die Kadetten-EM (Freistil) in Bulgarien, qualifiziert. Hieran hatte er vergangene Woche teilgenommen und letztlich vollends überzeugt. In der 71kg-Klasse rang er ein starkes Turnier, denn nach Siegen in der Qualifikation und im Achtelfinale (11:0 gegen SVK und 9:2 gegen ITA) stand er in der Runde der letzten Acht. Das Viertelfinale ging gegen den späteren Dritten Dogan (Türkei) leider mit 3:8 verloren, was zwar das Aus bedeutete, die starke Leistung von Gregor jedoch keineswegs schmälern konnte.

Bei dieser tollen Entwicklung ist es wenig erstaunlich, dass er auch durch die Sportstiftung NRW Berücksichtigung gefunden hat und Förderung erfährt. Herzlichen Glückwunsch!

Neben Gregor ist mit dem ebenfalls hochtalentierten Bruder Justus ein weiterer Eigenbrodt dabei, die erfolgreiche Familientradition fortzuführen. Wir dürfen darauf gespannt sein, was wir von den beiden in den nächsten Jahren noch alles hören werden! 

Höhepunkte stehen bevor

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In den nächsten Wochen stehen den Ringsportfans aus NRW einige Höhepunkte bevor. Es geht Schlag auf Schlag, denn unsere Vereine und Athleten haben sich binnen kurzer Zeit diversen Herausforderungen zu stellen.

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Bernd Eichenbaum verstorben

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Der TuS Aldenhoven trauert um Bernd Eichenbaum, welcher am 14. Juni viel zu früh verstorben ist. Der Mittfünfziger war zu den erfolgreichsten Bundesligazeiten seines Clubs, welche sich von den Achtziger- bis in die frühen Neunzigerjahre erstreckten, eine gesetzte und nur schwer bezwingbare Bank in den Klassen bis 57 und 62 kg gewesen.

Der Fokus des Freistilspezialisten hatte stets auf den Mannschaftswettbewerben gelegen, sodass eine Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend 1985 sowie Rang fünf bei der Jugend-EM im selben Jahr seine größten Erfolge bleiben sollten, obwohl er im Oberhaus eine echte Größe gewesen ist. Regelmäßig hatte er der nationalen und oft auch internationalen Elite das Fürchten gelehrt, seine zahlreichen Schlachten gegen den Dauerrivalen Rolf Monschau aus Bonn-Duisdorf sind bis heute unvergessen.

Die Beisetzung findet am 10.07.2021 um 11 Uhr auf dem Friedhof Aldenhoven, Marienstraße statt. Unser Mitgefühl gilt insbesondere seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

ASV Atlas trauert um Helmut Bokermann

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Mit Bestürzung haben die Mitglieder des ASV Atlas Bielefeld vom plötzlichen Tod ihres ehemaligen Vorsitzenden und Geschäftsführers Helmut Bokermann erfahren, welcher am 28.05. für immer von uns gegangen ist. Er wäre am 19. Juli dieses Jahres 89 Jahre alt geworden.

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