Mattensplitter

Mattensplitter

Mannschaftssaison 2021: Ein Zwischenfazit

Die Hinrunde in unseren Ligen ist beendet. Bereits am nächsten Freitag fällt der Startschuss für die zweite Saisonhälfte. Als Zwischenfazit kann man festhalten, dass wir sehr zufrieden mit dem sein können, was unsere Zuschauer Woche für Woche zu sehen bekommen haben. Die Vereine, die sich für eine Teilnahme an den Wettkämpfen entschieden haben, gehen allesamt mit schlagfertigen Mannschaften an den Start und zeigen guten Sport, wie wir ihn uns wünschen. Bei allem Infektionsgeschehen und allen Hygienemaßnahmen wirkt die Situation in den Sporthallen fast schon normal – sehr zur Freude aller Ringsportfreunde. Die Tatsache jedoch, dass beispielsweise der hessische Ringerverband seine Kämpfe bis zum 18.12. ausgesetzt hat, hält uns unmissverständlich vor Augen, dass man die aktuelle Situation sehr ernst nehmen und weiterhin überaus diszipliniert agieren muss, will man den weiteren Saisonverlauf nicht gefährden.

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Die Matten brennen wieder

Der erste Kampftag unserer diesjährigen Mannschaftssaison liegt hinter uns. Damit ist das Ringen endgültig zurück, die Matten brennen wieder, der Höhepunkt eines jeden Sportjahres ist in vollem Gange.

Natürlich stehen die Kämpfe dieses Jahr unter einem ganz anderen Stern als sonst. Ligeneinteilung, Abstiegsregelungen, Hygienevorschriften, Wettkampfbestimmungen etc. weichen situationsbedingt von denen der letzten Jahre ab. Doch dies ist sekundär. Wichtig ist, dass der Ringsportfreund wieder Woche für Woche sein Team sehen und unterstützen kann, dass unsere Vereine wieder agil sind, dass die Athleten sich im sportlichen Wettstreit wieder miteinander messen und auch die Kampfrichter endlich wieder auf der Matte stehen können.
Die Saison ist insgesamt deutlich verschlankt. Nicht nur die Zahl der Kampftage ist geringer als in den Vorjahren, sondern auch die der teilnehmenden Mannschaften. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Vereine, die 2021 aus nachvollziehbaren Gründen auf einen Start verzichtet haben, im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Es sind durchweg Traditionsclubs und etablierte Teams, die uns einfach nicht wegbrechen dürfen. Aus Sicht unserer LO und des gesamten Ringkampfsports wäre dies ein herber Verlust, vielmehr sogar eine Katastrophe.

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Gratulation an U23-Weltmeister Ibaev

Idris Ibaev ist U23-Weltmeister! Der junge Spitzenringer konnte in Belgrad einen echten Coup landen und nach einer überragenden Vorrunde und einem 3:1-Finalerfolg gegen den russischen Athleten den WM-Titel in der 72kg-Kategorie (Greco) holen.

Idris geht zwar aktuell für den bayerischen Topclub SV Wacker Burghausen auf die Matte, wurde aber viele Jahre beim KSV Witten 07 ausgebildet und ist erst über seine Zwischenstationen TV Essen-Dellwig und ASV Schorndorf eben beim Deutschen Mannschaftsmeister gelandet. Aufgrund dessen haben auch wir in NRW gespannt seine Kämpfe verfolgt und freuen uns ungemein über diesen riesigen Erfolg!

Ganz herzliche Glückwünsche an Idris!

(Foto: UWW)

DM in Dormagen: Gold für Türker, Silber für Englich

Nach der WM-Silbermedaille von Nina Hemmer stand der weibliche Ringkampf beim AC Ückerath an diesem Wochenende erneut im Fokus. Die Dormagener nämlich waren Ausrichter der Deutschen Meisterschaften für die weibliche Jugend. Einmal mehr hatte sich die nationale Elite in der Sporthalle der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim eingefunden, um ihre Meisterinnen zu ermitteln. Und es wurde attraktiver Sport geboten: In überwiegend voll besetzten Gewichtsklassen zeigte der Nachwuchs, dass das Mädchenringen längst den Kinderschuhen entwachsen ist. Die Situationen wurden routiniert und verbissen ausgekämpft, das technisch-taktische Verhalten sowie die Griffaktionen ließen das Herz des Ringkampffreundes höherschlagen. Die Athletinnen schenkten sich nichts und zeigten eine ganze Reihe mitreißender Kämpfe. Exemplarisch sei eine Poolbegegnung von Amy Allgaier (AC Ückerath) genannt, in der die Lokalmatadorin während Runde zwei schon mit 0:8 in Rückstand lag. Angetrieben von enormem Siegeswillen kam sie jedoch zurück, glich durch zwei hohe Wertungen zum 8:8 aus, um am Ende dann doch mit 8:9 den Kürzeren zu ziehen. So unglücklich diese Niederlage für Amy auch war: Solche Kämpfe möchte man sehen. Schade nur, dass keine Zuschauer zugelassen waren, denn ihnen ist mit dieser Veranstaltung eine Werbung für den Ringkampfsport verborgen geblieben.

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Zwei vierte Plätze bei Veteranen-WM

Bei den zuletzt durchgeführten Veteranen-Weltmeisterschaften in Loutraki (Griechenland) waren drei nordrhein-westfälische Mattenfüchse an den Start gegangen. Am Ende sprangen zwei vierte Plätze dabei heraus – ein achtbares Ergebnis.

Ein bekannter Altmeister des ASV Heros Dortmund, Klaus Brüske, war bei den Veteranen E in beiden Stilarten angetreten. Viele von uns erinnern sich noch an die Achtziger- und Neunzigerjahre zurück, als er mit seinem Club erfolgreich in der zweiten Bundesliga gekämpft hatte. In Loutraki landete der Schwergewichtler (100 kg) in seiner Spezialdisziplin, dem Freistil, letztlich auf Rang vier, während er sich im Greco nicht vorne platzieren konnte. Nach eigenen Angaben hat er bei diesen Titelkämpfen nun seinen letzten Kampf bestritten – hier endet nun eine lange und erfolgreiche Ringerlaufbahn.

Nur mit Pech auf Platz vier gelandet ist Wittens Ex-Bundesligaringer Erkan Kaymak (Vet B, 78 kg, Greco). Nach gutem Turnierverlauf verlor er nämlich den Bronzekampf gegen einen Athleten aus Russland denkbar knapp mit 1:1 – schade!! Dennoch eine tolle Leistung von ihm, der nach seinem Comeback 2019 wieder vollen Anschluss gefunden hat und auch im Männerbereich wieder kräftig mitmischt.

Der letzte Routinier im Bunde ist Manfred „Manni“ Hüsch vom AC Mülheim 92, der bei den Veteranen A (100 kg Greco) jedoch schon nach dem ersten Kampf ausgeschieden war.

WM-Silber für Nina Hemmer

Vizeweltmeisterin! Was für ein Paukenschlag! Zwei Monate nach dem sensationellen Olympiasieg von Aline Rotter-Focken folgt der nächste Riesenerfolg für die NRW-Frauen, denn Nina Hemmer vom AC Ückerath holte bei den Weltmeisterschaften in Oslo die Silbermedaille. Hierbei war Nina in die ungewohnte 55 kg-Klasse aufgerückt und scheint sich in der neuen Kategorie direkt pudelwohl gefühlt zu haben, denn nach drei Siegen gegen USA (14:4), ROU (3:2) und IND (8:6) stand sie erstmals im Finale einer Weltmeisterschaft. Insbesondere gegen ROU machte es die Dormagenerin spannend, als ihr der dritte und entscheidende Punkt erst nach minutenlanger Challenge-Entscheidung verdientermaßen zugesprochen wurde. Die Kampfzeit war hier bereits abgelaufen, als das Kampfgericht noch intensiv die letzte Situation begutachtet und analysiert hatte.

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Jens Nettekoven geht mit Team in die Präsidentschaftswahl

In fünf Wochen ist es so weit: Der Deutsche Ringer-Bund wird einen neuen Präsidenten wählen, der unseren Sport zukunftsorientiert und ambitioniert leiten, repräsentieren und vertreten soll. Und das sowohl nach innen als auch nach außen, national wie international. So wünschen es sich die Mitglieder und Freunde des DRB und umso gespannter sieht man der Wahl entgegen.

Unser NRW-Präsident Jens Nettekoven hatte bereits im vergangenen Jahr seine Kandidatur angekündigt. Seine Qualitäten, Kompetenzen, Visionen und Ideen, sein Führungsstil, sein endlos erscheinendes Netzwerk sowie sein stets rühriges Engagement in und außerhalb der Ringerhallen haben ihn schnell zu einem absoluten Sympathieträger werden lassen. Während seiner Amtszeit im RV NRW hat sich vieles zum Positiven verändert und wurden deutlich professionellere Strukturen geschaffen, sodass seine Kandidatur für höhere Aufgaben keineswegs verwundert. Vielmehr wird sie sogar allgemein begrüßt.

Nun, quasi unmittelbar vor der Entscheidung, hat Jens endlich die Katze aus dem Sack gelassen, mit wem er diesen Weg bestreiten möchte. Das sechsköpfige „Team Nettekoven“ hatte er selbst bereits vor einigen Tagen in den sozialen Netzwerken vorgestellt. Nicht wenige Ringsportfreunde waren durchaus überrascht, wer diesem außerdem angehört: Ringer-Idol Alexander Leipold, dessen Fähigkeiten und Verdienste wohl kaum erläutert werden müssen, macht den Anfang. Hinzu kommen der württembergische Vollblutfunktionär und DRB-Vize Günter Maienschein, der Rechtsanwalt und ehemalige DRB-Rechtsauschuss Manfred Zipper (Nordbaden), DRB-Spitzenkampfrichter Manuel Senn und Jens` Weggefährte Ingo Breuer, von Berufswegen her ein absoluter Spezialist in den Bereichen Wirtschaft und Management. Dieses starke Team vereint sportliche Kompetenz, da alle über langjährige Ringsporterfahrung verfügen, mit dem unerlässlichen Knowhow, welches bei der Führung eines großen Verbandes vonnöten sein wird – und das auf den verschiedensten Ebenen.

Seien wir gespannt darauf, was die Wahl im November bringen wird. Wir drücken Jens jedenfalls feste die Daumen!

Sechs Medaillen bei B-Jugend-DM

Eine schöne Ausbeute erzielte unser Nachwuchs bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften, die in Torgelow (Greco) und Ladenburg (Freistil) ausgerichtet wurden. Zweimal Gold und ebenso oft jeweils Silber und Bronze standen am Ende zubuche.

Überaus erfolgreich waren unsere Freistil-Spezialisten, die neben drei Medaillen noch einige Top Ten-Platzierungen holten und daher in der Länderwertung auf Rang vier landeten. Der überragende Leyan Can Colak (KSV Germania Krefeld) sicherte sich in der 48 kg-Kategorie den Meistertitel, in welcher auch Abdurrahim Sekmen (KSV Hohenlimburg) durch den Gewinn der Bronzemedaille erfolgreich war. Das dritte Edelmetall ging an Philip Hild (TV Eintracht Walheim), der durch Bronze (62 kg) glänzen konnte.  

Die weiteren Platzierungen der nordrhein-westfälischen Freistilmannschaft: 35 kg: 6. Daniel Bitter (Germania Krefeld); 41 kg: 5. Deni Awtaew (TV Essen-Dellwig); 48 kg: 10. Symeon Mouratidis (Germania Krefeld); 52 kg: 6. Moritz Barth (TV Essen-Dellwig); 57 kg: 4. Kevin Barbe (ASV Atlas Bielefeld); 62 kg: 8. Leon Gelzer (TV Essen-Dellwig); 13. Muslim Dzortov (KSV Witten 07); 68 kg: 7. Nick Stefan Didovets (Germania Krefeld); 80 kg: 11. Timur Khammatov (TV Essen-Dellwig).

Im Greco waren zwar nur vier NRW-Schützlinge angetreten, doch konnten diese vollends überzeugen und nach hervorragenden Leistungen Platz sieben in der Teamwertung erkämpfen. Drei von ihnen schafften gar den Sprung ins Finale, wobei dem Neusser Ivan Seibel in der 38 kg-Klasse der ganz große Wurf gelang: Er konnte sich als einziger im Endkampf durchsetzen und die Goldmedaille sichern. Die Vizemeisterschaft ging an seinen Vereinskameraden Joshua Bellscheidt (57 kg), der damit die Familientradition nahtlos fortführt, sowie an Leon Chentsov (PSV Lippe-Detmold/68 kg). Eine starke Leistung bot auch Mika Noel Labes (KSV Witten 07/52 kg) durch Rang sieben unter 21 Teilnehmern.

Herzlichen Glückwunsch an unsere erfolgreichen B-Jugendlichen!

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