Mattensplitter

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Belgrad: NRW-Frauen überzeugen

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Der Individual World Cup in Belgrad verläuft für die Athletinnen aus den Reihen des RV NRW wie am Schnürchen. Nina Hemmer (AC Ückerath/53 kg) verlor zwar ihren Kampf um Platz drei gegen die Russin Vetoshkina klar mit 4:12, darf sich jedoch über Rang fünf und damit über einen schönen Erfolg freuen.

Ihre Trainingspartnerin und Vereinskameradin Laura Mertens (57 kg) hat ebenfalls noch die Möglichkeit, weit nach vorne zu stoßen. Nach einem Sieg in der Qualifikation und einer knappen 1:3-Viertelfinal-Niederlage gegen die Inderin Anshu steht sie in der Hoffnungsrunde und ist dadurch noch im Rennen um die Bronzemedaille.

Unterdessen hat Aline Rotter-Focken (Germania Krefeld/76 kg) bereits jetzt einen erneuten Coup landen können. Nach zwei Siegen hat die Ex-Weltmeisterin das Finale gegen die starke Türkin Yasemin Adar erreicht. Somit kann sie ihre Medaillensammlung einmal mehr erweitern. Hoffen wir, dass wir morgen Abend selbiges zu ihrer Titelsammlung sagen können.

Wir gratulieren zu den Spitzenleistungen und drücken den beiden, die noch im Rennen sind, für den weiteren Turnierverlauf den bestmöglichen Erfolg! Unsere Damen haben die deutschen Farben bislang überzeugend vertreten!

Insgesamt vier NRW-RingerInnen zum Individual World Cup

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Im Bereich des RV NRW und auch des DRB herrscht nahezu kollektive Ruhe. Die Corona-Krise hat dem Ringen eine Art unfreiwilligen Winterschlaf beschert. Allerdings nicht allen, denn die Top-Athletinnen und -Athleten verfolgen nach wie vor hohe Ziele und sind entsprechend in Vorbereitung, selbstverständlich konform den Hygienebedingungen. 

Und trotz der augenblicklichen Starre bleibt es spannend, denn in Kürze wird der Invidual World Cup (die Weltmeisterschaft) in Serbien zur Austragung kommen. Das Erfreulichste daran: Insgesamt drei NRW-Athletinnen plus ein NRW-Athlet werden die deutschen Farben vertreten dürfen.

Im Frauenbereich werden wir mit den Ückeratherinnen Nina Hemmer (53 kg) und Laura Mertens (57 kg) sowie der Krefelderin Aline Rotter-Focken (76 kg) gleich drei heiße Eisen im Feuer haben. Alle sind international erfahren, haben herausragende Erfolge zu verzeichnen, ihre internationale Klasse gleich mehrfach bewiesen und werden sicherlich kräftig mitmischen. Dass das Trio eine Medaille mitbringen bringen könnte, ist also eine berechtigte Hoffnung. Freuen wir uns demzufolge auf die Wettkämpfe! Sie könnten aus unserer Sicht zu erfolgreichen werden.

Nachdem im Männerbereich Freistilspezialist Ertugrul Agca bei einem DRB-Lehrgangswettkampf starke Leistungen gezeigt hatte (durch Siege gegen Robin Ferdinand und Wladimir Remel sowie eine knappe Niederlage gegen Erik Thiele) steht auch er plötzlich im Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Scheibe. Da sein Bezwinger Thiele wohl bedingt durch Prüfungen auf eine Teilnahme verzichten muss, ist Ertugrul nachgerückt. Eine tolle Sache für den Deutschen Meister sowie Junioren- WM- und EM-Dritten 2019, der sich damit auch anschickt, im Männerbereich international durchzustarten.

Der RV NRW gratuliert herzlich und wünscht dem Quartett vorab viel Erfolg!

 

Ertugrul Agca (Foto bereitgestellt von Hasan Agca)

Aytemiz ist Sportlicher Leiter in Witten

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Unser Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz wird für die Dauer von einem Jahr eine Doppelfunktion bekleiden: Neben seinem Engagement beim RV NRW wird er für besagten Zeitraum auch als Sportlicher Leiter beim KSV Witten 07 fungieren.

Nach Gesprächen mit dem KSV-Vorstand, in denen beide Seiten ihr Ziele und Vorstellungen offengelegt hatten, konnte man schnell Einigung erzielen. Eine Absprache mit dem Vorstand des RV NRW war bereits vorab erfolgt.

Das Besondere an der Verpflichtung: Das Engagement Ayhans ist nicht nur zeitlich begrenzt, sondern obendrein komplett ehrenamtlich. „Es geht mir nicht um Geld. Für mich ist dies eine echte Herzensangelegenheit. Der Verein ist mit all seiner Tradition und Geschichte das absolute Flaggschiff unseres Verbandes“, kommentierte er hocherfreut seine neue Aufgabe.

Sein Ansinnen ist es, nach Witten vor allem junge Athleten zu locken und ihnen hier eine Plattform zu bieten, um Erfahrungen zu sammeln und sich zu präsentieren. Hierzu zählen insbesondere auch diejenigen, die in andere LOs abgewandert sind.

Letztlich profitieren also gleich mehrere Seiten: Der KSV, der einen hochqualifizierten Sportlichen Leiter in seinen Reihen weiß. Ayhan Aytemiz, der sein Amt sicherlich mit viel Herzblut angehen wird. Und auch viele unserer Insider dürften es begrüßen, wenn im wahrscheinlich leistungsstärksten NRW-Club vorrangig Talente aus der eigenen Schule gefördert werden sollen.

Wir wünschen Ayhan viel Erfolg!

 

Neue Ringerabteilung in Kleve

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Bereits seit einigen Monaten existiert auf einem bislang weißen Flecken der NRW-Ringer-Landkarte eine neue Ringerabteilung: Im Sommer hatte der DJK Rhenania Kleve das Training aufgenommen, wenngleich der Betrieb momentan natürlich ruhen muss wie in allen anderen Clubs auch.

Wie es dazu kam? Bis Mitte 2020 umfasste der Verein mit Fußball und Tischtennis zwei große Abteilungen. Doch das Interesse an einer Erweiterung des Angebots war gegeben und man war für offen für Neues. So kam eine spezielle Tanzgruppe hinzu und der Kontakt zum iranischen Ex-Ringer und Trainer P. Amiri ließ schnell die Idee erwachsen, auch Ringen ins Programm aufzunehmen.

Über die Schiene der Integration beantragte man die Kostenübernahme für eine neue Matte und hatte tatsächlich Erfolg: Innerhalb kurzer Zeit wurde dem Anliegen zugestimmt, sodass dem Projekt nichts mehr im Wege stand. Erfreut über das neue Angebot zeigte sich der Vereinsvorsitzende Helmut Vehreschild: „Wir vom Vorstand stehen voll hinter der für uns neuen Sportart. An den Trainingstagen hatten wir bereits 16-18 Sportler in der Halle: Eine bunte Truppe, quer gemischt durch alle Alterstufen und Staatsangehörigkeiten.“ Weiterhin fügte der aus dem Tischtennisbereich stammende Vehreschild an, dass sowohl der Stadtsportbund Kleve als auch die benachbarte Gesamtschule das Angebot sehr begrüßen würden. Letztere sei sogar an einer intensiven Kooperation interessiert. Sobald die Corona-Krise den Sportbetrieb wieder zulässt, will man auch in Punkto Öffentlichkeitsarbeit aktiv werden und medial intensiv für das Ringen in Kleve werben.

Die Aufnahme in den RV NRW hat der DJK bislang noch nicht beantragt, möchte dies aber in Kürze tun, um vielleicht 2021 schon die ersten Athleten zu möglichen Wettkämpfen schicken zu können.

Es würde uns freuen, wenn die Sportfreunde aus Kleve sich etablieren könnten. Wünschen wir ihnen viel Erfolg dabei!

 

 

Hemmer greift nach Medaille

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Die erste Athletin aus den Reihen des RV NRW hat bei den Weltmeisterschaften in Belgrad eine Medaille schon vor Augen. Nina Hemmer (AC Ückerath/53 kg) steht nach zwei Siegen und einer Niederlage im Kampf um Bronze. Ihre Gegnerin muss noch im Aufeinanderteffen zwischen den Vertreterinnen aus Russland und Weißrussland ermittelt werden. Doch egal, welche Aufgabe Nina erwarten wird – es heißt für uns alle Daumen drücken! 

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Heinz Duda ist tot

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Der RV NRW hat den nächsten traurigen Todesfall zu vermelden. Heinz Duda, der uns allen als Idealist beim mittlerweile aufgelösten SC Solingen bekannt ist, ist kürzlich im Alter von 78 Jahren verstorben.

Heinz hatte bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Ringen begonnen. Zu dieser Zeit lebte er noch im Osten Deutschlands und wurde von seiner Mutter regelmäßig zum Training nach Wittenberge (Brandenburg) gebracht – eine Kindheitserinnerung, von der er immer gerne erzählt hatte. Im noch jugendlichen Alter kam er als ambitionierter Sportler schließlich nach Solingen, legte fortan den Fokus jedoch eher auf den Beruf und machte sich später als Maler und Lackierer selbstständig. Daher hatte er den SC auch nie in Richtung irgendwelcher höherklassigen Vereine verlassen und ihm bis zum Schluss die Treue gehalten.

Seine ehemaligen Schützlinge reagierten ob seines Todes bestürzt. So meinte Sedat Akman, ein früherer Leistungsträger und später auch Trainer des Vereins, als er dem RV NRW die traurige Nachricht überbracht hatte: „Ohne Heinz wäre der SC viel früher zugrunde gegangen, denn er hat das Ringen und den SC Solingen gelebt. Seine Jungs hatte er mit viel Herzblut zusammengehalten und ist mit uns Woche für Woche mit seinem Firmenwagen, den er jedes Mal aufs Neue umbauen musste, zu den Wettkämpfen gefahren. Über einen Zeitraum von vielen Jahren war er der klare Mittelpunkt des Clubs.“

Auf dem letzten Bezirkstag (2018) war er noch gemeinsam mit Heinz Schmitz (AC Mülheim 92) zum Kassenprüfer des Rheinlandes gewählt worden. Nun ist er nicht mehr unter uns. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Ruhe in Frieden, lieber Heinz!

Leistungssportkoordinator Aytemiz ist optimistisch

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Bei allen Schwierigkeiten, denen sich unser Sport gerade stellen muss, heißt es den Optimismus nicht zu verlieren. Die so oft ausgesprochene Aufforderung „Kopf hoch!“ passt gut zur augenblicklichen Situation.

Eine gesunde Einstellung zur aktuellen Lage offenbarte unser Leistungssportkoordinator Ayhan Aytemiz anlässlich eines Interviews, welches am 12.12. im Kölner Stadt-Anzeiger zu lesen war. Nachdem er deutliches Lob für das Vorgehen der staatlichen Stellen ausgesprochen sowie Verständnis für die Auflagen und Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezeigt hatte, richtete er den Blick nach vorne: „Das Ringen stirbt nicht aus, auch durch den zweiten Lockdown nicht – egal wie lange er dauert“ wird er in Kölns großer Tageszeitung zitiert.

In diesem Zusammenhang berichtet er u.a. auch über junge Nachwuchsathleten, die geradezu darauf brennen würden, die Matte wieder zu betreten. Das sind Worte, die wir gerne hören und auch den Pessimisten unter uns Mut machen sollten!

Ayhan Aytemiz

 

 

Ausblick BM und LM 2021

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In den letzten Tagen haben den Ringerverband NRW immer wieder Anfrage erreicht, wie die Planungen für die Bezirks- und Landesmeisterschaften 2021 aussehen.

Aufgrund der Entwicklung der Pandemie und der damit einhergehenden Schließungen aller Trainingsstätten in NRW ist eine Ausrichtung im Januar und Februar 2021 nicht möglich. Selbst wenn Lockerungen den Zugang zu den Trainingsstätten wieder ermöglichen sollten, benötigen die Sportler eine gewisse Zeit, um sich wieder auf Wettkämpfe vorzubereiten.

Vorstand und Präsidium prüfen gerade, unter welchen Konstellationen zunächst die Landesmeisterschaften durchgeführt werden können. Allen Beteiligten ist klar, dass sich eine mögliche Ausrichtung in 2021 von den Rahmenbedingungen der Vorjahre deutlich unterscheiden wird. Namentliche Meldung der Sportler, Begrenzung von Trainern und Betreuern und Schnelltests vor Ort sind hier nur einige Schlagworte. Auch ist zu prüfen, ob und in welchem Rahmen Zuschauer zugelassen werden können.

Über die weiteren Planungen werden wir zu gegebener Zeit informieren.

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