Mattensplitter

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Norbert Langer verstorben

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Wie der RV NRW erst jetzt erfahren hat, ist Sportfreund Norbert Langer bereits am 18.September kurz vor seinem 69. Geburtstag verstorben. Sein Name ist untrennbar mit dem des DSC Wanne-Eickel Ringen verbunden, denn für seinen Verein hatte sich der Idealist über Jahrzehnte hinweg aufopferungsvoll engagiert.

Gerne hatte er von früheren Zeiten erzählt, als der DSC noch mit einem konkurrenzfähigen Team in der Oberliga auf die Matte gegangen war und regelmäßig Athleten zu Deutschen Meisterschaften entsenden konnte. Doch auch in schwierigen Zeiten war er für den Verein da, war Vorstandsmitglied, "Mädchen für alles" und Trainer in Personalunion.

Er wird dem DSC Wanne-Eickel und der gesamten Ringergemeinde fehlen. Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen. Ruhe in Frieden, lieber Norbert!

Alexander Leipold - ein Vorbild

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Ziemlich genau zwanzig Jahre ist es nun schon her, dass Alexander Leipold vor unser aller Augen im Olympischen Finale gegen den US-Amerikaner Brandon Slay gestanden hatte. Jubelnd hatten wir den 4:0-Punktsieg gegen seinen ausgesprochen bullig wirkenden Kontrahenten verfolgt, welcher nicht nur Alex selbst, sondern ganz Ringerdeutschland in einen wahren Freudentaumel versetzt hatte. Eine schöne Erinnerung, die allerdings durch den Umstand getrübt wird, dass diese lange ersehnte Goldmedaille wegen eines vermeintlichen Dopingvergehens nur kurze Zeit später aberkannt wurde. Ein Drama, eine Tragödie, ein Horror, ein Tief- und kaum zu begreifender Nackenschlag!

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Pascal Knevel ist tot

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Viele von uns werden ihn noch kennen: Der ehemalige Ringer und Kampfrichter Pascal Knevel ist am 3. November nur wenige Tage nach seinem 28. Geburtstag für immer von uns gegangen. Die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod hat uns tief getroffen und erschüttert.

Pascal war bei verschiedenen Vereinen im Raum Köln aktiv, hatte seine Tätigkeiten jedoch vor einigen Jahren beendet. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

BL: Erfolgreiches Comeback des KSK Konkordia

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Einen Einstand nach Maß erlebte der KSK Konkordia Neuss bei seiner Rückkehr in die Ringer-Bundesliga. Am ersten Kampftag der neuen Saison schlug das Team die Wrestling Tigers Rhein-Nahe deutlich mit 22:7, gewann dabei sieben der zehn Einzelkämpfe und ist damit bereits jetzt in der neuen Leistungsklasse angekommen. Ayub Musaev, Lom-Ali Eskijew, Samuel Bellscheidt, Daniel Sartakov, Julian Lejkin, Adlan Tasuyeu und Dariusz Vitek stellten mit ihren Erfolgen den doppelten Punktgewinn sicher.

Damit gibt es auch in der schweren Corona-Krise, die den Ringsportfreunden kürzlich mit dem Rückzug des KSV Witten 07 einen erneuten Stich versetzt hatte, endlich wieder positive Nachrichten. Und Not macht erfinderisch: Den Fans und Sportfreunden, die aufgrund der Hygienevorschriften nicht komplett in der Halle erscheinen konnten und durften, wurde ermöglicht, die gesamte Begegnung im Livestream verfolgen. Eine tolle Sache, wie sie übrigens viele Bundesligisten praktizieren bzw. demnächst praktizieren wollen. Dadurch waren zahlreiche Anhänger auch von zuhause hautnah dabei.

Herzliche Glückwünsche an die Neusser, die nicht nur sich selbst, sondern auch allen NRW-Ringsportfreunden eine Freude bereiten konnten.

 

Gegen die Wrestling Tigers erfolgreich: Samuel Bellscheidt

Trotz Corona und Bundesliga-Aus: Blick nach vorne

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Es war nach den Ereignissen der letzten Wochen damit zu rechnen: Die eigentlich noch junge Bundesliga-Saison ist nach vier absolvierten Kampftagen schon wieder beendet. Die elf verbliebenen Vereine hatten am 30.10 mehrheitlich für das Aus votiert, was angesichts der augenblicklichen Situation alles andere als überraschend kam. Das „Seuchenjahr“ 2020 hat den Ringkampfanhängern damit die letzte Hoffnung genommen, zumindest noch einige Mannschaftskämpfe live erleben zu können.

Doch obwohl der Sportbetrieb so sehr gelitten hat und leidet, gibt es immer wieder Dinge, die das Ringerherz höher schlagen ließen. So war noch vor wenigen Tagen schön anzusehen, dass die Trainerausbildung mit ihren ersten Maßnahmen in der Sportschule Hennef erfolgreich angelaufen war. Der verantwortliche Referent Holger Nowakowski hatte in gewohnt souveräner Manier gemeinsam mit dem erfahrenen Trainer Björn Holk die Anwärter auf die C-Lizenz begrüßen und die ersten Unterrichtseinheiten abhalten können. Die Resonanz darauf war ausgesprochen positiv. Den Spaß hatten sich viele unserer Sportfreunde nämlich keineswegs vermiesen lassen, was durch zahlreiche Beiträge in den sozialen Netzwerken eindrucksvoll dokumentiert wurde. Ganz im Gegenteil: Man versuchte der Krise weitestmöglich zu trotzen, schaut nach wie vor voller Ehrgeiz und Tatendrang nach vorne und will engagiert an der Weiterentwicklung des Ringens arbeiten.

Die neuerlich beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind jedoch ein erneuter Rückschlag für das Ringen. Nun heißt es wieder, sportliche Aktivitäten zu stoppen, einzustellen und abzusagen. Einige Trainer bedauern dies ganz besonders, da die Hallen wieder voll waren, die Clubs also gerade dabei waren, sich vom ersten Lockdown zu erholen. Doch Gesundheit hat Priorität. Nun muss der Verstand walten, auch wenn es dem Herzen manchmal weh tut.

Ringer sind jedoch Kämpfer: Wir müssen nach vorne blicken, am Ball bleiben und das Bestmögliche für unseren Sport tun, sobald dies wieder möglich ist. Denn es werden gewiss wieder bessere Zeiten kommen – hoffentlich schon bald.

KSV Witten 07 zieht zurück

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Nach dem positiven Covid19-Test innerhalb der Mannschaft hat der KSV Witten 07 nach intensiven Überlegungen sein Team aus der Bundesliga zurückgezogen. Ein verständlicher Schritt, auch wenn er weh tut. Schade! Damit wird aus unserer LO lediglich der KSK Konkordia Neuss auf Punktejagd gehen.

Wir wünschen den Wittenern, dass sie sich von diesem Tiefschlag schnell erholen werden und 2021 wieder mit geballter Kraft angreifen können! 

Covid-19-Chaos in der Bundesliga

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Die Corona-Krise dominiert augenblicklich die Schlagzeilen. Die eklatant steigenden Infektionszahlen innerhalb Deutschlands bewirken nicht nur Ängste, politische Debatten und daraus resultierende Maßnahmen, sondern auch, dass die Luft in unseren Ringerhallen wieder erheblich dünner wird. Glaubten die Vereine gerade noch die vermeintlich aufkeimende Normalität zu spüren, so hat das tückische Virus binnen weniger Tage sämtliche Hoffnungen und Pläne durchkreuzt. Die Lage ist ernst, denn die zweite Infektionswelle, welche schon vor Monaten von Virologen vorausgesagt worden war, trifft auch das Ringen mit brachialer Gewalt.

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Bundesligisten stehen in den Startboxen

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Am Samstag (3.10.) wird es losgehen: Die Ringer-Bundesliga wird mit ihrem ersten Kampftag in die so sehnlich erwartete Saison starten. Die Frage, ob die Wettbewerbe in unserer Eliteliga nach all den mühsamen Planungen tatsächlich stattfinden können und würden, ist somit auf positive Art und Weise beantwortet. Für das Sportlerherz ist der Tag der Deutschen Einheit also im doppelten Sinne ein Feiertag.

Nach sieben Monaten ohne irgendeine Form von Wettkampf wird es auch in NRW wieder kräftig zur Sache gehen: Zwei unserer Vereine nämlich sind für das Oberhaus gemeldet, die damit in gewisser Weise auch die Farben unseres Landesverbandes im nationalen Vergleich vertreten werden.

Unser jahrzehntelanges Flaggschiff KSV Witten 07, welches mit einem Heimkampf gegen den Vorjahres-Halbfinalisten SV Alemannia Nackenheim beginnen sollte, hatte jedoch am Mittwoch eine wahre Hiobsbotschaft erhalten: Einer seiner Sportler ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Somit sind die KSV-Verantwortlichen gezwungen, den Auftakt nach hinten zu verschieben, und sind hierbei auf die Kooperationsbereitschaft des DRB sowie der gegnerischen Clubs angewiesen.

Lassen wir hoffen, dass die Saison für den Traditionsverein nicht vorbei ist, bevor sie überhaupt angefangen hat. Es wäre sowohl dem KSV samt seinen Anhängern als auch dem gesamten Ringkampfsport zu gönnen. Wir vom RV NRW drücken feste die Daumen und wünschen nur das Beste!!

Dabei war die Vorfreude der Ruhrstädter vor dem Auftakt gegen die Rheinland-Pfälzer ausgesprochen groß: „Die Mannschaft ist voll im Training... die Aufstellung ist geplant! Die Tickets für unsere internationalen Ringer gebucht! Nächste Woche versammelt sich ein Wittener Team, wie wir es lange nicht hatten. Eigengewächse, schlagkräftige Sportler mit deutschem Status und nationalen/internationalen Erfolgen, sowie ausländischen Ringern, fast durchweg mit internationalen Erfolgen. Da freuen wir uns alle drauf...“, schrieb der KSV-Vorsitzende Thomas Altstadt noch am 25.9. via Facebook und sorgte damit für große Neugier, aber vermutlich auch für gewisse Erwartungen vonseiten der Fans.

Dass das Team grundsätzlich schlagfertig ist, steht außer Frage. Eines von vielen Dingen, die dies untermauern, wäre beispielsweise die Verpflichtung von Weltklasse-Superschwergewichtler Eduard Popp, der sich nicht nur zum Punktegaranten, sondern auch zum Publikumsmagneten entwickeln dürfte.

Seine Bundesliga-Rückkehr nach acht Jahren feiert am Samstag der KSK Konkordia Neuss. Man darf gespannt sein, wie sich die „jungen Wilden“, mit denen der Club den Sprung in Liga 1 gewagt hat, schlagen werden. Doch man darf optimistisch sein aus Sicht der Neusser, zumal einige namhafte Neuzugänge das bestehende Gerüst sinnvoll ergänzen werden. Exemplarisch sei der 26-jährige Ex-Walheimer Zviad Metreveli genannt, der die im Vorjahr doch deutlich klaffende Lücke in den oberen Gewichtsklassen schließen wird.

Die Jungs vom KSK werden in eigener Halle die erste Möglichkeit erhalten sich auszuzeichnen. Der Gegner heißt Wrestling Tigers Rhein/Nahe und wird vom ehemaligen Wittener Ringer Karl-Heinz Helbing trainiert. Auch in Neuss ist die Vorfreude groß, wobei die Rückkehr ins Oberhaus in den regionalen Medien wie der Neuss-Grevenbroicher Zeitung gebührend angekündigt wurde.

Die Corona-Krise liegt aber wie ein dunkler Schatten über den Kämpfen, und das nicht ausschließlich wegen des hoffentlich nur vorläufigen Ausfalls des KSV Witten 07. Eingeschränkte Zuschauerzahlen, Hygienekonzepte, Maskenpflicht etc. sind selbstredend auch für das Ringen eine Bürde. Dinge wie eine Siegerehrung ohne Körperkontakt (dafür aber mit 1,5 Meter Sicherheitsabstand) oder der ausbleibende Handschlag zwischen Ringer und gegnerischem Trainer dürften auf den ein oder anderen Zuschauer etwas befremdlich wirken.

Doch sollte man nicht vorab schon tiefstapeln oder gar resignieren, sondern eher positiv nach vorne blicken. Vielleicht beschert uns die ungewohnte und in weiten Teilen auch unangenehme Situation ja sogar zusätzliche Spannung, denn durch die Krise ergaben und ergeben sich viele neue Situationen und Konstellationen. Für den Außenstehenden ist schwer zu überblicken, welcher gestandene Club nun möglicherweise mit vielen Nachwuchskämpfern auflaufen wird. Wer ist trotz Corona-Krise liquide? Wem blieben sämtliche Sponsorengelder erhalten, wem dagegen nicht? Wer holt seine ausländischen Ringer, wer jedoch verzichtet darauf? Möglicherweise erleben wir durch derartige Unwägbarkeiten die eine oder andere Überraschung, die für zusätzliche Spannung sorgen könnte.

 Lasst uns die Kämpfe freudig erwarten und unseren lange vermissten Sport genießen! Lasst uns die Bundesligasaison als ersten Meilenstein hin zur Normalität betrachten, auch wenn letztere wohl noch etwas auf sich warten lassen wird. Hoffen wir abschließend das Beste für unsere beiden Vertreter: Alles Gute und viel Erfolg, KSV und KSK!

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